Netzwerk Hardware FAQ
Diese FAQ befaßt sich mit allen Themen, die Netzwerkhardware betreffen, wie z.B. Netzwerkkarten, Hubs, Kabel, etc. Thema sind zudem Installation, Verlegetechniken und Betrieb von Hardware, Kompatibilitätsfragen, sowie hardware-nahe Software.
Inhalt
-
Einleitendes
-
Worum geht's in d.c.h.n.?
-
Wo liegt diese FAQ?
-
Wer pflegt diese FAQ?
-
Download
-
(c) und Disclaimer
-
Umgangston in d.c.h.n
-
Ethernet, IEEE 802.3
-
Die Normen
-
Wie lang darf Ethernet TP (10/100 Base-T) sein?
-
Wie wird TP konfiguriert?
-
Wie lang darf Ethernet BNC (10 Base-2) sein?
-
Wie wird BNC konfiguriert?
-
Unterschied zwischen RG58 und Thinwire
-
AUI-Crossover Kabel
-
Repeaterregel
-
Gibt es Konverter BNC-TP?
-
Der Unterschied zwischen Tranceiver und Medienkonverter
-
Steckerbelegung Cat5. 10/100MBit Ethernet
-
Unterschied Switch/Hub
-
Fullduplex vs. Halbduplex
-
Erreichbare Performance
-
Wie funktioniert Wake On Lan
-
Die 7-Switch-Regel
-
Link Aggregation, bonding, trunking, teaming
-
Steckerbelegung 1 GBit Ethernet
-
Was versteht man unter MTU?
-
10 GBit Ethernet
-
Wie finde ich den Hersteller meiner Komponente?
-
Links zu Ethernet
-
Tokenring, IEEE 802.5
-
Die Normen
-
Steckerbelegung
-
Ethernet-Bridging
-
Tokenring FAQ
-
DSL, ISDN und a/b
-
Was heisst DSL?
-
Was heisst ISDN?
-
Was sind a/b und POTS?
-
Varianten von DSL
-
Steckerbelegung ISDN BRI S0
-
Steckerbelegung ISDN PRI
-
Leitungslänge ISDN S0
-
Steckerbelegung Amt und DSL
-
ISDN Monitore zum Selbstbau
-
Links zum Thema
-
WLAN 802.11
-
Die Normen
-
Erreichbarer Durchsatz
-
Reichweite
-
Ist ein Accesspoint eine Bridge oder ein Router?
-
Brauche ich einen Accesspoint?
-
Hat WLan Einschänkungen für DSL?
-
Lassen sich externe Antennen anschließen?
-
Links zum Thema
-
USB und IEEE 1394
-
Welche Arten des USB gibt es?
-
Wie lang darf USB sein?
-
Ein USB Nullmodem
-
Links zu USB
-
Welche Arten des IEEE 1394 gibt es?
-
Produktnamen IEEE 1394
-
Wie lang darf IEEE 1394 sein?
-
Ein IEEE 1394 Nullmodem
-
Links zu IEEE 1394
-
Serielles
-
Pinouts
-
RS232 V.24/V.28
-
RS422, RS423 und RS485
-
RS449 und RS530
-
X.21
-
V.35
-
Crossover / Nullmodems
-
Links zum Thema
-
Verkabelung
-
Strukturierte Verkabelung
-
Wie funktioniert Twisted Pair?
-
Telefonkabel
-
Cat.3, Cat.5, Cat.7?
-
Patchkabel vs. Verlegekabel
-
LSA-Plus Technik
-
EIA-Belegung RJ45
-
Ethernet über Telefonkabel
-
ISDN und Ethernet in einem Kabel
-
Was bedeutet AWG
-
Um die Normen
-
Netzwerk zwischen zwei Gebäuden
-
Signallaufzeiten im Kabel
-
Links zum Thema
-
Steuern und Regeln
-
Computer remote schalten
-
Netzwerk-I/O
-
Netzwerk serielle Schnittstellen
-
Links zum Thema
-
Aufbau eines SOHO-Netzwerks
-
2 PCs verbinden
-
Topologie
-
Mehrere Rechner an T/Q-DSL
-
DSL-Router
-
Mehrere Rechner an ISDN
-
Links zum Thema
-
Der Serverraum
-
Versorgung mit Energie
-
Klimatisierung
-
Ständerboden
-
19"-Schränke
-
Netzwerkschrank
-
Serverschrank
-
Erdung der Schränke
-
Verkabelung des Netzwerkes
-
Feuerlöscher
-
Sicherheit
-
Links zum Thema
-
Windows
-
Windows will nicht ... / wie geht unter Windows ...
Einleitendes
|
Worum geht's in d.c.h.n.?
|
In den Chartas der Hierarchie de.comp.* kann man zu
d.c.h.n lesen:
"Diese Gruppe befaßt sich mit allen Themen, die Netzwerkhardware betreffen,
wie z.B. Netzwerkkarten, Hubs, Kabel, etc. Thema sind zudem Installation,
Verlegetechniken und Betrieb von Hardware, Kompatibilitätsfragen, sowie
hardware-nahe Software unterhalb des Betriebssystems (Bios,
Firmware, etc.), soweit keine geeignetere Gruppe existiert."
Hier geht es also um Hardware
, nicht um Software oder
Einstellungen im Betriebsystem (Einstellungen im Switch sind natürlich
ok ;-).
Zu den Inhalten von dchn postet Ulrich F. Heidenreich "statt einer FAQ:
Pointer auf Grundlagen
Computernetze
" von Prof. Jürgen Plate. Sehr zu empfehlen.
Es gibt im Web schon alle Antworten. Man muss sich nur die (sehr geringe)
Mühe machen, sie zu finden. An dieser Stelle sei allen Suchenden
Google an's Herz gelegt. Hier
werden hier nur dann Antworten gesammelt, wenn es keine passende Seite im Web
dazu gibt, oder die Fragen wirklich oft gefragt wird. Ansonsten gibt's hier
nur Links.
|
|
Wo liegt diese FAQ?
|
Das Orginal liegt unter dem Redirect http://how.to/dchn
Bitte nur diesen Link bookmarken, ggf. wechsle ich den Provider, wenn er
seine Nutzungrechte so ändert, dass es mir nicht mehr passt ;-)
|
|
Wer pflegt diese FAQ?
|
Zur Zeit Bernd Eckstein, be@epost.de.
Gefüttert wird sie von den fleissigen Postern in dchn.
|
|
Download
|
Das Ganze mit Bildern im Ordner zum Download gibt es hier.
|
|
(c) und Disclaimer
|
Solange der Autor und die Quelle, sprich d.c.h.n, erwähnt werden, darf
diese FAQ beliebig weiter verbreitet werden. Sollte irgend wer Probleme mit
den Inhalten haben, möge er mich informieren. Jedes Problem lässt sich lösen.
Obwohl die hier aufgeführten Informationen nach Bestem Wissen zusammen
gestellt wurden, kann ich keinerlei Verantwortung für die Richtigkeit der
Angaben oder irgendwelche daraus resultierende Schäden übernehmen. Für
Korrekturen bin ich jederzeit dankbar.
Haftungsausschluss
/ Dislaimer
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man
durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu
verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass
man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.
Hiermit distanziere ich mich somit ausdrücklich von allen Inhalten hier
verlinkter Seiten.
|
|
Umgangston in d.c.h.n
|
Richtiges Posten und speziell Quoten ist hier, wie überall im dt. Usenet, gern gesehen und
gehört zu den guten Manieren. Wenn man fragen stellt und Antworten
erhalten will, sollte man diese guten Manieren schon an den Tag legen.
Natürlich gibt's auch hierzu ein paar Links.
Zum ersten die Liste
aller deutschsprachigen Newsgroups. Dann die Seiten zum Usenet von Andreas
M. Kirchwitz, dem Moderator von de.newusers.infos:
Die Netiquette für "de.*"
Verhaltensrichtlinien für das deutsche Usenet, wurde 1997 verabschiedet.
Die Einleitung zu de.newusers.infos
Einführung in das Usenet,
Erste Schritte im Usenet,
Erst lesen, dann schreiben,
Sieben Thesen zur Höflichkeit im Usenet,
Warum soll ich mich an die Regeln halten?
und Diese merkwürdigen Headerzeilen
geben weitere Hilfen bei der sinnvollen Nutzung des dt. Usenet.
Es ist keine Schande, diese Artikel nicht zu kennen, aber keine
Ausrede, sie nicht zu lesen.
Und, last but not least: Wie zitiere ich im Usenet? von Dirk Nimmich
unter der sprechenden URL http://learn.to/quote
|
zum Inhalt
Ethernet, IEEE 802.3
|
Die Normen
|
Die IEEE spezifiziert in den Arbeitsgruppen 802 und 803 vielerlei Netzwerke.
Darunter auch Ethernet, TokenRing und Wireless LAN.
-
802.3 Ethernet
- 802.3p Class-of-Service prioritization
- 802.3q virtual LANs
- 802.3u 100 MBit
- 802.3z 1 GBit Fiber
- 802.3ab 1 GBit Kupfer
- 802.3ac VLAN TAG
- 802.3ad Link aggregation, auch Bonding oder Trunking genannt
- 802.3ae 10 GBit/s (10GE), das wird es nur noch in Glasfaser geben
- 802.3af DTE power via MDI, Stromversorgung über das RJ45-Kabel (z.B. für IP-Telefone)
Die Logische Organisation (Data Link Layer) wird in einem anderen Gremium
definiert, da es z.B. auch in 802.5 Tokenring genutzt wird und somit nicht
Ethernetspezifisch ist.
-
802.1 HILI: Higher Level Interface
- 802.1s Multiple Spanning Trees
- 802.1w Rapid Reconfiguration of Spanning Tree
- 802.1x Port Based Network Access Control
- 802.1D MAC bridges
- 802.1G Remote MAC bridging
- 802.1Q Virtual LANs
- 802.1t 802.1D Maintenance
- 802.1u 802.1Q Maintenance
- 802.1v VLAN Cl
-
802.2 Logical Link Control
|
|
Wie lang darf Ethernet TP (10/100 Base-T) sein?
|
Jedes Segment 100m: laut DIN EN 50173 90m Verlegekabel und 2x 5m
Patchkabel. Bis zu 5 Segmente (4 Hubs) dürfen durch Hubs verbunden
werden. Im 100MBit-Netz dürfen es nur 4 Segmente (3 Hubs) sein.
|
|
Wie wird TP konfiguriert?
|
Der Hub (engl. "Nabe") spielt im 10Base-T und 100Base-T die zentrale Rolle.
Verschiedene Hubs können mittels Uplink-Port kaskadiert werden. Parallele
Kabel zur Erhöhung des Durchsatzes sind nicht erlaubt (Das geht nur mit
Switches, deren Ports man trunken kann). Für alle aufgezeigten Anschlüsse
werden 1:1-Kabel verwendet, da die Downlink-Ports in den Hubs schon
vorgekreuzt (MDI-X) sind. An den Uplink-Port eines Hubs kann man direkt
keine weiteren Clients anschliessen, nur den Downlink-Port eines zweiten
Hubs oder Switches. Ein 1:1-Kabel hat an beiden Enden gleich belegte
RJ45-Stecker. Mit der Methode des scharfen Hinsehens kann man das einfach
erkennen.
An einigen Hubs befindet sich ein mechanischer Umschalter, mit dem man
für eine RJ45-Buches (das MDI, Media Dependent Interface) umschalten kann
zwischen Normalbelegung und vorgekreuzt (MDI-X), also zum Client oder als
Uplink ohne gekreuztes Kabel.
Mittlerweile gibt es recht preiswerte Switches, die alles automatisch
machen, 10 oder 100 MBit/s und Up- oder Downlinkerkennung, z.B. der 3com
Office-Connect Plus. Da spart man sich dann die Gedanken zum Thema
gekreuzt oder nicht gekreuzt.
|
|
Wie lang darf Ethernet BNC (10 Base-2) sein?
|
Jedes Segment 185m. Bis zu 5 Segmente dürfen durch Hubs verbunden
werden. Maximal sind 30 Anschlüsse an einem Segment erlaubt. Der
Mindestabstand zwischen den Anschlüssen beträgt 0.5m.
|
|
Wie wird BNC konfiguriert?
|
10Base2 wird als klassischer Bus aufgebaut. Beide Enden sind mit 50 Ohm
Widerständen terminiert und Stichleitungen sind nicht erlaubt. Eines der
beiden Busenden sollte geerdet sein, aber nicht beide. Einfach die
Abschirmung bzw. die Aussenseite des Abschlusswiderstandes auf Erdpotential
legen.
|
|
Unterschied zwischen RG58 und Thinwire
|
Beide Kabelarten haben 50 Ohm Wellenwiderstand, wie für Ethernet gefordert.
Jedoch hat RG58 eine Höhere Dämpfung und einen schechteren Schirm. Zusätzlich
zum Schirmgeflecht hat Thinwire hier noch einen Zusätzlichen Schrm aus massiver
Alufolie. Für längere Kabel sollte man also kein RG58 nehmen.
Wo wir gerade bei Koax-Kabeln sind: Finger weg von RG59 (75 Ohm) und RG62
(93 Ohm). Wer ein sehr dünnes BNC-Kabel braucht, der kann RG178 nehmen. Das
hat nur einen Durchmesser von 3mm. Allerdings ist auch die Dämpfung grösser,
daher ist es für längere Leitungen nicht geeignet.
|
|
AUI-Crossover Kabel
|
 Der Orginal-Ethernetanschluss war ein D-Sub 15, von dem ein
Drop-Cable zum externen Transceiver führt.
1 Control In circuit Shield
2 Control In circuit A
3 Data Out circuit A
4 Data In circuit Shield
5 Data In circuit A
6 Voltage Common
9 Control In circuit B
10 Data Out circuit B
11 Data Out circuit Shield
12 Data In circuit B
13 Voltage Plus
14 Voltage Shield
Die Pins 7, 8 and 15 sind nicht genutzt.
Man kann zwei Rechner direkt über die AUI-Ports verbinden. Dazu
kreuzt man die Signale der Pins 3 x 5 sowie 10 x 12. Zudem werden
die Pins 9 und 6 in jedem Stecker kurz geschlossen. Das Drop-Cable
zum Transceiver darf bis 50m lang sein.
|
|
Repeaterregel
|
Auszug aus "Grundlagen Computernetze":
"Es dürfen nicht mehr als fünf (5) Kabelsegmente verbunden werden. Zur
Verbindung werden vier (4) Repeater benötigt und nur drei (3) der Segmente
dürfen Rechner angeschlossen haben." Dies gilt für alle 10Mbit/s Varianten
und stellt die vereinfachte Variante dar, mit der man sich auf der sicheren
Seite befindet. Die 802.3-Regeln sind in Summe deutlich komplizierter.
Die IEEE 802.3 von 2000 sagt:
"1.4.66 Class I repeater: A type of 100BASE-T repeater set with internal delay such that only one repeater
set may exist between any two DTEs within a single collision domain when two maximum length copper
cable segments are used. (See IEEE 802.3 Clause 27.)
1.4.67 Class II repeater: A type of IEEE 802.3 100BASE-T repeater set with internal delay such that only
two or fewer such repeater sets may exist between any two DTEs within a single collision domain when two
maximum length copper cable segments are used. (See IEEE 802.3 Clause 27.)
1.4.82 collision domain: A single, half duplex mode CSMA/CD network.
Heutzutage gibt es eigentlich keine Repeater nach Class I mehr
|
|
Gibt es Konverter BNC-TP?
|
Ja, die gibt es, sie sind allerdings recht teuer. Jedoch
auch teilweise im 19"-Chassis rackmountable. Billiger sind
einfach 10MBit/s-Hubs mit einem BNC- und vier oder acht
TP-Ports.
|
|
Der Unterschied zwischen Tranceiver und Medienkonverter
|
Transceiver nennt man das Ding vom AUI-Port zum eigentlichen Transportmedium.
Ein Medienkonverter ist in etwa 2 Transceiver an den AUI-Ports
verbunden und mit Strom versorgt.
|
|
Steckerbelegung Cat5. 10/100MBit Ethernet
|

1: TX+
2: TX-
3: RX+
6: RX-
Dies ist die Beschaltung am NIC. Am Switch oder Hub sind TX
und RX schon intern vorgekreuzt, damit man 1:1-Kabel verwenden
kann.
|
|
Unterschied Switch/Hub
|
Ein Hub ist "fast" nur ein elektrischer Verstärker. Alle Signale,
die auf einem Port herein kommen, werden auf allen anderen Ports direkt
ausgegeben. Zuätzlich geschieht z.B. die Kollisionserkennung. Er muß
dann auf allen Ports ein Jam-Signal schicken. Außerdem darf er das
eingehende Signal nicht auf dem Port, auf dem es reinkommt, wieder
rausschicken, da die dort angeschlossene Karte eine Kollision erkennen
würde. (Danke an Rainer Nagel für die Korrekturen)
Die IEEE 802.3 sagt: "1.4.142 hub: A device used to provide
connectivity between DTEs. Hubs perform the basic functions of
restoring signal amplitude and timing, collision detection, and
notifcation and signal broadcast to lowerlevel hubs and DTEs."
Ein Switch hingegen kennt die Inhalte der Ethernetpakete, die er empfängt.
Er lernt die Absenderadressen der eintreffenden Pakete und kann weiterhin
Eintreffende Pakete gezielt an nur einen Port weiterleiten. Zudem, weil
er die Pakete liest und wieder neu zusammen setzt, hebt er, im
Gegensatz zu einem Hub, die Längenbegrenzung eines Ethernetsegentes auf.
An jedem Port hängt ein eigenes Segment.
Wenn der Switch für ein eintreffendes Paket keine Zieladresse in seiner
Database findet, so verhält der sich wie ein Hub, er sendet das Paket
auf allen Ports. Genau so verfährt er mit Broadcasts.
|
|
Fullduplex vs. Halbduplex
|
Am klassischen Ethernet kann immer nur einer auf das Koax-Kabel
senden. Man nennt dies Halbduplex. Das gilt auch für Anschaltungen an
Hubs. Ein einzelner Rechner an einem Switch kann hingegen auch Fullduplex
fahren, also gleichzeitig senden und empfangen. Der Switch kennt ja das
Ethernet-Framing und kann dies im Gegensatz zum Hub organisieren. Es
gibt hierfür einen Mechanismus, mit dem Die Teilnehmer erkennen, ob sie
Half- oder Fullduplex fahren können, die Autonegotiaton. Wie das geht
hat Michael Prinzing mal sehr gut erklärt:
"Zunächst ist mal wichtig, daß alle 100MBit-Geräte mit Ausnahme eines
Hubs Autonegotiaton beherrschen _müssen_. Wenn also ein Switch oder
auch eine Netzwerkkarte auf ein Gerät stößt, das keine Autonegotiation
kann, dann wird davon ausgegangen, daß es sich um einen Hub handelt.
Hubs können grundsätzlich kein Fullduplex, und daher geht das
autonegotiationfähige Gerät in diesem Fall auf Halbduplex.
Ein fest auf Fullduplex eingestelltes Gerät sagt *nicht*: "ich will unbedingt
Fullduplex machen", sondern es sagt: "ich kann keine Autonegotiation" bzw. es
sagt gar nichts. Das autonegotiationfähige Gegenüber muß in diesem Fall davon
ausgehen, einen Hub vor sich zu haben und geht folgerichtig auf Halbduplex.
Das fest eingestellte Gerät macht aber weiter Vollduplex.
Wenn beide Vollduplex können, wird Vollduplex gemacht, wenn mindestens einer
der beiden kein Vollduplex kann oder wegen abgeschalteter Autonegotiation
nicht verrät, daß er Vollduplex kann, wird Halbduplex gefahren."
Auf Don Becker's Scyld-Website gibt es einen Artikel von Nat-Semi
An
Introduction to Auto-Negotiation der die NWay Auto-Negotiation
en détail erklärt.
|
|
Erreichbare Performance
|
In einem unbenutzten Ethernetstrang (also entweder geswitcht oder
nur zwei Partner "machen Verkehr") kann man bei grossen Datentransfers
locker 99% der möglichen Durchsatzes erreichen. Pings sollten hier
deutlich unter 1ms sein. Je mehr Clients an einem Segment hängen,
um so grösser ist die Wahrscheinlichkeit von Kollissionen aufgrund
von gleichzeitigen Sendeversuchen. Die dabei entstehenden retransmits
können die Durchsatz durchaus auf 40% zusammen brechen lassen. Hier
ist dann dringend ein Switch angesagt.
|
|
Wie funktioniert Wake On Lan
|
Bei Wake On LAn wird die Netzwerkkarte durch das Netzteil
auch dann mit Strom versorgt, wenn der Rechner ausgeschaltet ist. Die
Netzwerkkarte wartet auf ein sogenanntes Magic Paket, nach dessen Empfang
die Karte durch ein zusätzliches Kabel zum Mainboard den Rechner
enschaltet.
Bei AMD gibt es kostenlos ein Windows-Tool namens
MagicPaket
mit dem man die genannten Pakete erzeugen kann.
|
|
Die 7-Switch-Regel
|
In einigen Papieren wird davor gewarnt, mehr als 7 (sieben) Switches
in Reihe zu schalten.
Der Ethernet-Standard gibt 7 Switche als Grenze an, jedoch nicht 802.1D. Da
eine Bridge Pakete bis zu einer Sekunde (maximal 4) puffern darf, kann sich
schon einiges an Delay ergeben. Damit gab es bei timing kritischen Layer3
Protokollen wie NetBIOS oder LAT schon mal Probleme. Die heutigen Switches,
die das Bridgeing in Hardware und damit in maximaler Performance durchüfhren,
machen diese Regel praktisch hinfällig.
|
|
Link Aggregation, bonding, trunking, teaming
|
Nach IEEE802.3 ist es möglich, mehrere Ethernetverbindungen zusammen zu
fassen, um den möglichen Durchsatz zu erhöhen. Offiziell als Link Aggregation
bezeichnet, bieten es mehrere Hersteller unter verschiednen Namen an.
Es gibt jedoch einige Randbedingungen zu beachten:
- Mit Hubs geht das nicht, nur mit Switches
- Der Switch muss die aggregation von Ports unterstützen
- Der Teiber des NIC muss es unterstützen. Unter Linux ist
dies mit dem generischen bonding-Treiber nicht nötig.
- Insb. bei "billiger" PC-Hardware gibt es Probleme mit der gemeinsamen
Nutzung eines PCI-Busses verschiedener Karten unter hoher Last.
- Ethernet-Pakete mit gleicher MAC-Adresse werden nicht über mehrere
Kanäle eines Trunks verteilt. Von A mit 1GBit-NIC zu B mit 3x 100MBit-NIC
erreicht somit weiterhin maximal 100MBit/s. Trunking macht somit nur bei
Servern oder Switch-Interconnects Sinn.
|
|
Steckerbelegung 1 GBit Ethernet
|
Gigabit Ethernet benutzt alle vier Adernpäärchen parallel. Es gibt
keine dedizierten Paare zum Senden und zum Empfangen. 
1: A+ 5: C-
2: A- 6: B-
3: B+ 7: D+
4: C+ 8: D-
Da sich GE selbst um die Richtung der Signale kümmern muss, gibt es im
Gegenzug auch keine Probleme mehr mit 1:1 oder Crossover-Kabeln.
|
|
Was versteht man unter MTU?
|
Dieses Thema hat Andere Beck mal recht ausführlich erklärt:
"Der Begriff MTU ist eigentlich für den Übergang vom Network Layer (L3) in die
technologiespezifischen Schichten gedacht und beschreibt, welches maximale
Payload der L3 in den L2 stopfen kann. Für Ethernet II beträgt dieser Wert
1500 Bytes. Zur Verwirrung wird aber manchmal auch die Payload size eines
anderen Layers als MTU bezeichnet, oder gar die max. Framegröße auf L2 wie
in obigem Fall (MTU at the network layer vs. MTU at the link layer).
Ethernet hat eine maximale Framegröße von 1518 Bytes (ohne Präambel, Sync
und trailing garbage) auf L2, die besteht bei Ethernet II aus 6 Byte DstMAC,
6 Byte SrcMAC, 2 Byte Ethertype, 1500 Bytes Payload und 4 Byte FCS (CRC).
Wenn dort 1518 Byte im Zusammenhang mit Ethernet steht, ist stark anzunehmen,
dass die Framesize gemeint ist. Das ist auch nicht ganz dumm, denn die max.
Framesize ist vom Frameformat unabhängig, die MTU ändert sich hingegen, wenn
man andere Formate als Ethernet II betrachtet. Übrigens ist die maximal
zulässige Framesize von Ethernet durch das IEEE auf 1522 Byte erhöht worden,
um die vier zusätzlichen Bytes, die 802.1pQ vor dem Ethertype einschiebt,
verkraften zu können - zulässig aber AFAIK nur für 802.1pQ-Frames."
|
|
10 GBit Ethernet
|
Zum 10 GBit Ethernet-Standard hat die 10GEA (10 Gigabit Ethernet Alliance)
ein paar interessante White Papers
herausgegeben. Bevor Hoffnungen für zuhause aufkommen: Sorry, nur
noch Lichte Welle. Kupfer gibt das nicht mehr her.
|
|
Wie finde ich den Hersteller meiner Komponente?
|
Gibt es eine FCC-Id auf einer Komponente, findet man mit der FCC Id Search dazu den Hersteller.
Gibt es eine MAC-Adresse, dann findet man in der MAC-Adressen Datenbank dazu den Hersteller
|
|
Links zu Ethernet
|
|
zum Inhalt
Tokenring, IEEE 802.5
|
Die Normen
|
Auch für Token Ring
802.5 hat die IEEE eine Arbeitsgruppe, auf deren Website einiges
zum Thema steht. Nachfolgend zwei Beweise, dass es auch mit
dem Token Ring weiter geht.
- 802.5t 100 MBit/s
- 802.5v 1 GBit/s
|
|
Steckerbelegung
|

3: Ring Out 1, T-, Blue with white stripe
4: Ring In 2, R+, White with orange stripe
5: Ring In 1, R-, Orange with white stripe
6: Ring Out 2, T+, White with blue stripe
Die angegebenen Farben entsprechen dem ICS (IBM Cabeling System) Kabel
Type 3. Für den ICS Kabel Type 1 gelten die nachfolgenden Farbangaben:   Die DB9-Pins 2,4, 7 und 8 sind mit "GND" belegt, Pin 3 stellt zusätzlich
häufig eine Hilfsspannung von +5VDC bereit. Am IBM Data Connector liegen
nur die vier Datensignale an.
|
|
Ethernet-Bridging
|
Da Tokenring und Ethernet den gleichen Data Link Layer nach 802.2 benutzen,
und es keine Überschneidungen der MAC-Adressräume gibt, ist es möglich,
Ethernet-Frames nach Tokenring und umgekehrt zu konvertieren ohne über höhere
ISO-Schichten, z.B. routing, zu müssen. Allerdings gibt es einige Haken.
Da die Pakete im Ethernet und im Tokenring unterschiedlich lang sind (und
damit die IP-MTU), werden zu lange Pakete nicht in das jeweils andere Segment
transportiert, sondern einfach verworfen. Man muss also die MTUs in beiden
Segmenten aneinander anpassen, z.B. die TR-MTU auf 1500 Bytes setzen.
Das klassische Gerät zu diesem Thema ist die Bridge IBM 8229.
Man kann sowas nur als Fummelei bezeichnen und nur davon abraten.
Man zieht sich mit sowas Fehlerquellen an Land, die zu finden eine
neue Herausforderung darstellen können.
|
|
Tokenring FAQ
|
Es gibt James Messers Token-Ring
FAQ aus comp.dcom.lans.token-ring. Weitere gute Quellen sind die Redbooks
von IBM und Ciscos Hardware-Dokus. Beide sind mit jeder besseren Suchmaschine
zu erreichen und zu durchsuchen.
|
zum Inhalt
DSL, ISDN und a/b
|
Was heisst DSL?
|
Digital Subscriber Line, also Digitaler
Teilnehmeranschluss,
|
|
Was heisst ISDN?
|
Integrated Services Digital Network.
Wie der Name schon sagt, ist auch ISDN eine DSL-Technologie.
|
|
Was sind a/b und POTS?
|
a/b ist eine Bezeichnung für das alte analoge Telefon, abgeleitet
aus dessen Anschlüssen La und Lb. International im
Zuge von DSL hat sich auch der Bezeichner POTS Plain
Old Telephony Service eingebürgert. Im
Zusammenhang mit DSL fällt hier auch (schon) ISDN drunter.
|
|
Varianten von DSL
|
Grundlegend gibt es ADSL (Asymetric) und SDSL (Symetric). Bei ADSL ist die Geschwindigkeit in
eine Richtung geringer als in die andere Richtung. Beispiele für ADSL ist das Produkt T-DSL
bei dem der Downstream zum Endkunden viel grösser ist als der Upstream in's Netz.
Bei SDSL sind die Geschwindigkeiten in beide Richtungen gleich, z.B. 2.3 MBit/s. Diese Variante bietet
sich als preisgünstiger Ersatz zur ISDN-PRI 2MBit-Leitung, da sie nur ein statt zwei Adernpaare braucht
und keine teuren X.21-Frameconverter und X.21-Router. Es gibt natürlich auch direkte PRI-Module z.B.
für Cisco-Router, aber die lohnen sich nur in grösserem Firmenumfeld.
|
|
Steckerbelegung ISDN BRI S0
|
Das Basic Rate Interface (BRI, 2 B-Kanäle a 64 KBit/s)
benutzt amtseitig am Uk0 nur ein Adernpaar. Hausseitig
hinter dem NTBA werden zwei Adernpaare benutzt: 
3: RX+ (2a)
4: TX+ (1a)
5: TX- (1b)
6: RX- (2b)
Achtung: ISDN wird auf der Amtsleitung mit 60 Volt versorgt. Sind
Regenerierer drin, so können es bis 97 Volt sein.
|
|
Steckerbelegung ISDN PRI
|
Das Primary Rate Interface (PRI, 32 Kanäle a 64 KBit/s) nach G.703 benutzt
amtseitig zwei Adernpaare. Zum Datenverkehr (als E1) wird häufig eine
RJ45-Buchse nach ISO/IEC 10791 an den Endgeräten (z.B. Cisco-Router oder
der X.21-Frameconverter Controlware Primus) benutzt. Nachfolgend die
Beschaltung als DTE (Data Terminal Equipment): 
1: RxA Input
2: RxB Input
4: TxA Output
5: TxB Output
Tips zur Konfig des Primus gibt es beim
NOC des DFN unter
Punkt 7.
|
|
Leitungslänge ISDN S0
|
Mit S0 wird der 4-Draht-Anschluss bezeichnet, mit dem man seine
Hausgeräte an den NTBA anschliesst. Folgende Längen sind hier
möglich.
- 150 Meter bei Busbetrieb. Dies ist das Übliche im SOHO-Bereich.
- 1000 Meter bei Punkt zu Punkt (z.B. bei TK-Anlagen).
- 500 Meter bei erweitertem Busbetrieb, die Endgeräte müssen sich auf den letzten 30 Metern des Busses befinden.
Der Bus muss an den beiden Enden korrekt terminiert sein, d.h. jeweils
einen Widerstand 100Ohm zwischen die Pins 3 und 6 sowie Pins 4 und 5 an
jedem Ende. In Summe also vier Widerstände am Bus. Bei grösseren
Längen ist es notwendig, wenn die beiden Adernpaare (TX und TX) in
gedrilltem Kabel, z.B. Cat.3 oder Cat.5 verlaufen.
|
|
Steckerbelegung Amt und DSL
|
Amt am Splitter: 
1: U-R'a (TAE 1)
6: U-R'b (TAE 2)
Die Buchse am Splitter Richtung Amt hat eine versetzte Nase. Es handelt
sich hier um einen DEC-MMJ Stecker, wie er bis dato ausschliesslich bei
seriellen RS423-Schnittstellen von Digital (z.B. an den VAXen) zum Einsatz
kam. Im guten Elektronik Fachhandel sind diese Stecker und entsprechende
Crimpzangen erhältlich (z.B. Aplus in Oldenburg).
Vom Splitter zum NTBBA: 
4: U-R2'a
5: U-R2'b
In der 8poligen RJ45-Buchse (z.B. bei A-DSL vom NTBBA zum Splitter)
heissen die beiden mittleren Pins dann 4 und 5. Man kann den 6pol
RJ11-Stecker mechanisch problemlos und sicher in eine 8pol RJ45
Buchse stecken.
Amt am NTBA: 
1: UK0'a
6: UK0'b
Achtung: ISDN wird auf der Amtsleitung mit bis zu 96V versorgt.
Amt am Telephon: 
Allgemein: Telekom:
2:La 3: La
5:Lb 4: Lb
Achtung: a/b wird auf der Amtsleitung mit 60V versorgt. Wenn es
klingelt, dann liegen die 60 V mit 25 Hz an. Das kann für ein schwaches
Herz schon zu viel sein! Ohne Scherz.
|
|
ISDN Monitore zum Selbstbau
|
|
|
Links zum Thema
|
Die oben aufgeführten Links sind rein exemplarisch. Es gibt so viel Infos
zum Thema ISDN und DSL, dass ein einfacher Wurf von "isdn faq" nach Google
ungefähr 37.000 allein deutsche Treffer liefert. Es ist also genug Lesestoff
im Web vorhanden.
Deutsche Newsgroups der Hirarchie
de.comm.* zum Thema:
- de.comm.technik.dsl: "Netzwerkverbindung und -zugang per DSL."
- de.comm.technik.isdn: "ISDN-Grundlagen (NT, Verkabelung, Protokoll)."
- de.comm.technik.misc: "Sonstige Kommunikations-Grundlagen und -Technik."
- de.comm.geraete.isdn.computer: "ISDN-Karten/-Adapter fuer Computer."
- de.comm.geraete.isdn.tk-anlage: "Tk-Anlagen und a/b-Adapter im ISDN."
- de.comm.geraete.isdn.misc: "Alles sonstige zu ISDN-Geraeten."
- de.comm.geraete.analog.modem: "Datenfernuebertragung im analogen Netz."
- de.comm.geraete.analog.misc: "Sonstiges zum Plain Old Telephone System."
|
zum Inhalt
WLAN 802.11
|
Die Normen
|
Auch die 802.11-Arbeitsgruppe hat eine
eigene
Website bei der IEEE und definiert unter anderem die folgenden Normen:
- 802.11: 2 MBit WLan (2.4GHz)
- 802.11b: 11 MBit WLan (2.4GHz)
- 802.11a: 54 MBit WLan (5GHz)
- 802.11g: 54 MBit WLan (2.4GHz)
|
|
Erreichbarer Durchsatz
|
Bei 11MBit/s im Infrastructure Mode kann man bis 6MBit/s brutto,
z.B. bei einem FTP-Transfer erreichen. Beim Ad-Hoc Mode kann dies,
aufgrund der grösseren Framesize, deutlich mehr sein.
|
|
Reichweite
|
Im Haus etwa 20...30 bis max. 50m. Bei direkter Sichtverbindung sind etwa
bis 200m möglich. Wichtig ist Sichtverbindung, keine Wände, Bäume etc.
Mit zusätzlichen Antennen können 10km bis 30km überbrückt werden, je nach
Grösse der Antenne, bzw. deren Gewinn. Wer es genau wissen will, der möge sich das
Reichweiten-Special bei 1st Wave antun.
|
|
Ist ein Accesspoint eine Bridge oder ein Router?
|
Der Access Point ist, wenn es ein reiner Access Point ist, eine
selbstlernende Bridge. Durch Zusatzfunktionen in der Firmware kann er
allerdings auch weitere Funktionen bekommen, beispielsweise IP-Router
(fuer DSL oder ISDN-Zugang), Printserver und so weiter.
|
|
Brauche ich einen Accesspoint?
|
Möchte man nur einige Rechner über Funknetzwerk verbinden, so benötigt man
keinen Accesspoint. Ohne Accesspoint arbeiten die WLan-Karten im sogenannten
AdHoc-Mode. Man benötigt Accesspoints nur, wenn man an ein Ethernet
möchte, im Infrastructure-Mode. Man kann mit den APs grössere Netzwerke
aufbauen, bie sich z.B. über mehrere Etagen bzw. Funkzellen erstecken.
Eine Bewegung zwischen den APs mit z.B. einem Laptop mit einem damit
verbunden transparenten Wechsel der Funkzellen, das sogenannte "Roaming"
wird dadurch ermöglicht.
|
|
Hat WLan Einschänkungen für DSL?
|
Nein. Beides geht problemlos gleichzeitig, z.B. mehrere PCs mit WLan-Karte
von denen einer zusätzlich mit Ethernet-Karte als Router zum DSL fungiert.
Es gibt auch externe Kombigeräte. Netgear bietet z.B. einen X-DSL-Router mit
integrierten AccessPoint an.
|
|
Lassen sich externe Antennen anschließen?
|
Die meisten Access-Points haben als Anschlüsse für ihre beiden Antennen einen
TNC oder reverse-TNC Anschluss, an denen man andere Antennen anschliessen kann.
Es gibt auch Karten, die einen Anschluss für eine externe Antenne besitzen, z.B.
die PC-Cards von Lucent/Agere und deren OEM-Ablegern der Orinoco-Reihe
basieren wie Elsa oder Artem.
|
|
Links zum Thema
|
|
zum Inhalt
USB und IEEE 1394
|
Welche Arten des USB gibt es?
|
Bei USB v1.1 gibt es zwei Klassen. Bei Full Speed Devices mit 12 MBit/s
und low Speed Devices mit 1.5 MBit/s. Die nächste Evolutionsstufe USB v2.0
kennt einen High Speed Modus mit 480 MBit/s.
|
|
Wie lang darf USB sein?
|
USB ermöglicht bis zu 127 Teilnehmer. Jedes Kabel darf 3m bei Low Speed
Devices und 5m bei Full Speed Devices lang sein. Bis zu 5 Hubs dürfen sich
zwischen zwei Geräten befinden.
|
|
Ein USB Nullmodem
|
Zwei PCs direkt zusammenschalten geht nicht, das USB diese Art der
Verbindung (es wäre ein A-A-Kabel) nicht unterstützt. Aber es gibt
mittlerweile aktive Kabel mit eingebauter Logik, die dies ermöglichen.
Mehrere PCs an einem Hub ist natürlich auch möglich.
|
|
Links zu USB
|
Eine gute USB FAQ stellt das
USB Implementers Forum zur Verfügung.
|
|
Welche Arten des IEEE 1394 gibt es?
|
IEEE 1394 erlaubt Geschwindigkeiten bis 400 MBit/s. Die aktuell in
Entwicklung befindliche 1394b wird bis zu 3.2GBIt/s sowie Betrieb über
100m Cat.5-Kabel bei 100MBit/s beherrschen.
|
|
Produktnamen IEEE 1394
|
Apple nennt es Firewire, Sony i.link und den Bezeichner
lynx gibt es auch noch.
|
|
Wie lang darf IEEE 1394 sein?
|
FireWire unterstützt bis zu 63 Teilnehmer mit einer Kabellänge vom
max. 4,5m bei 400MBit/s. Bei 200MBit/s sind bis 14m möglich
|
|
Ein IEEE 1394 Nullmodem
|
Da FireWire im Gegensatz zu USB keine Busmaster kennt, sondern nur
gleichberechtigte Teilnehmer, heist's hier einfach nur zusammenstecken
und fertig. Sofern die Software auf dem Rechner mitspielt.
|
|
Links zu IEEE 1394
|
|
zum Inhalt
Serielles
|
Pinouts
|
Draufsicht auf die Kontaktleisten der D-Sub männlich:
  
|
|
RS232 V.24/V.28
|
Die RS232C beschreibt eine serielle Schnittstelle in Signal und Mechanik.
Sie entspricht der V.24/V.28 (elektrisch/mechanisch) sowie der X.20bis und
X.21bis (asynchron/synchron). RS232C beschreibt einen 25pol D-Sub, RS232D
einen RJ45 und die TIA457 den von IBM definierten 9pol D-Sub der PCs.
Die maximale Geschindigkeit ist definiert mit 20kbps. Eine positive Spannung
zwischen 3 und 15 Volt repräsentiert eine logische 0. die logische 1 wird
durch die entsprechenden negativen Pegel definiert. Alles dazwischen ist ein
Fehlerstatus. Die maximale Kabellänge beträgt 15m.
RS232C Signal Name EIA CCITT RJ45 TIA 457
pin Name Name pin pin
1 Shield Ground AA
7 Signal Ground AB 102 4 5
2 Transmitted Data BA 103 6 3
3 Received Data BB 104 5 2
4 Request To Send CA 105 8 7
5 Clear To Send CB 106 7 8
6 DCE Ready CC 107 1 6
20 DTE Ready CD 108.2 3 4
22 Ring Indicator CE 125 1 9
8 Received Line Signal Detector CF 109 2 1
23 Data Signal Rate Select CH/CI 111/112
24 Transmit Signal Element Timing DA 113
15 Transmitter Signal Element Timing DB 114
17 Receiver Signal Element Timing DD 115
18 Local Loopback / Quality Detector LL 141
21 Remote Loopback RL/CG 140/110
14 Secondary Transmitted Data SBA 118
16 Secondary Received Data SBB 119
19 Secondary Request To Send SCA 120
13 Secondary Clear To Send SCB 121
12 Secondary Received Line Signal Detector SCF/CI 122/112
25 Test Mode TM 142
9..11 frei
|
|
RS422, RS423 und RS485
|
RS422 beschreibt ein symmetrisches Interface mit einer maximalen Reichweite
von 1.2 km bei 100 kbps oder 12 m bei 10 Mbps. Eine eindeutige Steckerbelegung
gibt es hier leider nicht. Oft wird RS449 dafür genutzt, teilweise jedoch
auch ein 9pol D-Sub.
Die asymmetrische RS423 ist als Nachfolger der RS232 gedacht mit den
gleichen Geschwindigkeits-/Entfernungswerten wie die RS422.
Bei der RS485 handelt es sch um 2-Draht Busvariante der RS422. Sende-
und Empfangsleitungen sind zusammen geschaltet, so dass zwar nur Halbduplex
möglich ist, man aber mit nur zwei Drähten auskommt. Sie wird hauptsächlich
in der Industrieautomatisation eingesetzt. Auch hier gibt es leider keinen
einheitlichen Stecker oder Pinbelegung.
|
|
RS449 und RS530
|
Die RS449 beschreibt einen generischen 37pol D-Sub-Stecker, auf dem RS422
bzw. RS423 geführt werden kann.
RS530 stellt einen 25pol Ersatz für den 37pol RS449-Stecker dar. Er wird
genutzt für RS422, RS423, V.35 und X.21.
Pin Signal Abk. EIA DTE DCE
Name
1 Shield
2 Transmitted Data TxD BA Out In
3 Received Data RxD BB In Out
4 Request To Send RTS CA Out In
5 Clear To Send CTS CB In Out
6 Data Set Ready DSR CC In Out
7 Signal Ground SGND Ground
8 Data Carrier Detect DCD CF In Out
9 Rtrn Receive Sig. Elmnt Timing DD In Out
10 Rtrn DCD CF In Out
11 Rtrn Transmit Sig. Elmnt Timing DA Out In
12 Rtrn Transmit Sig. Elmnt Timing DB In Out
13 Rtrn CTS CB In out
14 Rtrn TxD BA Out In
15 Transmit Signal Element Timing DB In Out
16 Rtrn RxD BB In Out
17 Receive Signal Element Timing DD In Out
18 Local Loopback LL LL Out In
19 Rtrn RTS CA Out In
20 Data Terminal Ready DTR CD Out In
21 Remote Loopback RL RL Out In
22 Rtrn DSR CC In Out
23 Rtrn DTR CD Out In
24 Transmit Signal Element timing DA Out In
25 Test Mode TM In Out
|
|
X.21
|
Die symmetrische X.21 dient hauptsächlich als DTE-DCE-Verbindung und wird
hauptsächlich in der Datenkommunikation eingesetzt. Elektrisch entsprechen
die Signale des 15pol D-Sub der RS422.
Pin Signal DTE DCE
1 Shield - -
2 Transmit (A) Out In
3 Control (A) Out In
4 Receive (A) In Out
5 Indication (A) In Out
6 Signal Timing (A) In Out
7 Frei
8 Ground - -
9 Transmit (B) Out In
10 Control (B) Out In
11 Receive (B) In Out
12 Indication (B) In Out
13 Signal Timing (B) In Out
14 Frei
15 Frei
Das Signal Timing wird vom DCE, sprich vom Telco Provider bereit gestellt.
Eine detailierte
Beschreibung hierzu stellt Frank Uhlig auf seiner Website zur Verfügung.
|
|
V.35
|
 Und der Vollständigkeit halber noch die V.35, obwohl sie in Europa langsam
ausstirbt. Bei der V.35 sind die Datensignale symmetrisch, das Handshaking
jedoch ist asymmetrisch. Die maximale Kabellänge hängt von der Geschindigkeit
ab, typisch 600m bis 1200m bei 100 kbps und 90m bei 10mbps.
Pin Signal DTE DCE
A Chassis Ground - -
B Signal Ground - -
C Request To Send Out In
D Clear To Send In Out
E Data Set Ready In Out
F Data Carrier Detect In Out
H Data Terminal Ready Out In
J Local Loopback In Out
K Local Test Out In
P Send Data A Out In
R Receive Data A In Out
S Send Data B Out In
T Receive Data B In Out
U Terminal Timing A Out In
V Receive Timing A In Out
W Terminal Timing B Out In
X Receive Timing B In Out
Y Send Timing A In Out
AA Send Timing B In Out
Alle nicht aufgeführten Pins sind unbeschaltet.
Eine detailierte
Beschreibung hierzu stellt Frank Uhlig auf seiner Website zur Verfügung.
|
|
Crossover / Nullmodems
|
Die meisten seriellen Verbindungen (wie RS232 oder X.21) sind ursprünglich
nur dazu entworfen worden, um ein DTE (Data Terminal Equipment wie Rechner
oder Terminal) mit einem DCE (Data Communications Equipment, z.B. ein Modem)
zu verbinden. Dazu hatt das DTE einen Stecker und das DCE eine Buchse. Das
Kabel dazwischen ist einfach: alle Pins 1-zu-1 durchverbunden. Dann kam man
auf die Idee, man könne auch z.B. ein Terminal direkt an einen Rechner (z.B.
Server) anzuschliessen.
Konsequenz war, dass man die jeweils logisch korrespondierenden Leitungen
kreuzen musste, also RxD mit TxD, RTS mit CTS usw. Das sollte reichen.
Soweit die Theorie.
Jedoch je nach Software sind noch Zusatzsignale notwendig. Z.B. kann man
bei manchen Betriebsystemen die Schnittstelle nicht konfiurieren, wenn kein
DSR-Signal anliegt. Man muss das also mit einem passenden anderen Signal
nachbilden. Und so sind verschiedene Varianten entstanden:
A B A B
TxD ------ RxD TxD ------ RxD
RxD ------ TxD RxD ------ TxD
RTS ------ CTS RTS ------ CTS
CTS ------ RTS CTS ------ RTS
GND ------ GND GND ------ GND
DSR -+---- DTR DTR -. .- DSR
DCD -' DSR -+ +- DTR
.- DSR DCD -' '- DCD
DTR ----+- DCD
Die Nummerierung der Pins ist von den verwendeten Steckern abhängig.
D-Sub 25 auf beiden Seiten oder D-Sub 9 oder eine Kompination aus beiden.
Oder mit RJ45 auf einer Seite. Es gibt viele Varianten, wenn man sich vom
ursprünglichen Verwendungszweck entfernt.
|
|
Links zum Thema
|
|
zum Inhalt
Verkabelung
|
Strukturierte Verkabelung
|
 Früher wurden Kabel so gelegt, wie man sie gerade brauchte, vom einen Punkt
zum anderen. Wenn noch zwei Adern bis irgendwo frei waren, wurde drangepatcht.
Auch gab es für jeden Dienst unterschiedliche Kabeltypen. Mit einer
strukturierten Verkabelung schafft man gleiche Leitungen verteilend von einem
zentralen Ort aus zu den Verbrauchern unabhängig von den Diensten, die auf den
Leitungen später genutzt werden sollen. Vorteil: Es spart endlose Zeit und
Kosten bei Wartung und Pflege.
Klassisch ist das ICS (IBM Cabeling System), welches mittlerweile auf
breiter Front durch RJ45-Dosen beim Verbraucher und Patchpanels an zentraler
Stelle mit twisted pair Kabeln der Category 5 oder besser abgelöst wurde.
Hier kann man alles drüber nutzen, Telefon, ISDN, Ethernet, TokenRing, CDDI,
ATM, und, und, und ...
|
|
Wie funktioniert Twisted Pair?
|
 Die differentielle Signalübertragung überträgt jedes Signal
auf zwei Leitungen. Einmal das Normalsignal (TX+) und zusätzlich das
invertierte Signal (TX-). Da beide Adern im Kabel eng verseilt sind, addieren
sich EM-Störungen recht gleich auf beide Signale. Beim Empfänger wird das
invertierte Signal wieder invertiert. Dadurch invertiert sich auch die Störung
auf dieser Leitung. Beide Signale werden nun addiert. Das Nutzsignal wird
dadurch verdoppelt und die Störung rechnet sich raus. Klar, dass hierzu
eine durchgängig saubere Verseilung notwendig ist.
|
|
Telefonkabel
|
Im klassischen Telefonkabel sind immer vier Adern zu einem Sternvierer
verseilt. Daher eignet sch diese Art von Kabel schlecht für z.B. Ethernet.
Die vier Adern eines Sternvierers sind wie folgt gekennzeichnet:
A-Ader: Ohne Markierung
B-Ader: Mit 1 Ring
A2-Ader: Mit 2 Ringen und langem Abstand
B2-Ader: Mit 2 Ringen und kurzem Abstand
In einem Grundbündel sind immer 5 Sternvierer in der Reihenfolge
rot, grün, grau, gelb und weiss zusammen gefasst
Und wenn wir gerade bei Telekom-Kabeln und Farben sind,
kurz noch die Belegung der TAE-Stecker:
TAE-F
Weiss: La, Klemme 1
Braun: Lb, Klemme 2
Grün : W, Klemme 3 (Wecker)
Gelb : E, Klemme 4 (Erde)
TAE-N
Weiss: La, Klemme 1
Braun: Lb, Klemme 2
Grün : Wa, Klemme 5 (weiterführende A-Ader)
Gelb : Wb, Klemme 6 (weiterführende B-Ader)
Viele Drittanbieter halten sich leider nicht an dieses
Farbschema.
|
|
Cat.3, Cat.5, Cat.7?
|
Die Categorien beschreiben die Kabelqualität. Ein wesentlcher Parameter ist
die Grenzfrequenz, mit der die Signale noch einigermassen vernünftig übertragen
werden. Neben Werten wie Dämpfung, FEXT und NEXT (Far End- und Near End Cross Talk, also
Übersprechen) und weiteren Kabelparametern ist eine griffige Kenngrösse die
Grenzfrequenz.
| TIA Cat. |
ISO Class |
Grenz-f |
Einsatzbereich |
| 1 |
? |
100 KHz |
Telefon, POTS, ISDN |
| 2 |
? |
2 MHz |
IBM Mainframe, Arcnet |
| 3 |
? |
16 MHz |
Ethernet 10BaseT, Token Ring |
| 4 |
? |
20 MHz |
|
| 5 |
D |
100 MHz |
Ethernet 100BaseT |
| 5e |
D |
100 MHz |
Ethernet 1000BaseT |
| 6 |
E |
250 MHz |
Ethernet 1000BaseT |
| 7 |
F |
600 MHz |
hier tut's dann der Westernstecker nicht mehr. ;-) |
Btw: Die Impedanz beträgt 100 Ohm, der ohmsche Widerstand liegt unter
95 Ohm / km, bei höheren Klassen bis runter zu fast 50 Ohm / km.
Quellen: Datenblätter der Firma Kerpen (Produktlinie MegaLine)
und Whitepapers, speziell
De-Mystifying Category 5, 5e, 6, and 7 Performance Specifications,
der Firma Siemon
Anmerkung: Beim Befestigen der Kabel mittels Kabelbindern und
Zugentlastungen sollte man diese nicht endlos "anknallen". Auch die
vorgegebenen minimalen Biegeradien sind ein zu halten. Bei Quetschungen
der Aderisolation können sich die elektrischen Eigenschaften der
Adernpäärchen so verändern, dass es zu Störungen bis hin zum komplettem
Ausfall der Verbindung kommt, obwohl die Adern alle noch Durchgang haben.
|
|
Patchkabel vs. Verlegekabel
|
 Beim Patchkabel besteht jede Ader aus Litze, also vielen feinen Drähtchen.
Hier lassen sich die Kontakte des RJ45-Stecker gut einpressen (siehe
Abbildung), denn die vielen Drähtchen können sich im Kabel entsprechend der
eindringenden Kontakte bewegen und anpassen.
Beim Verlegekabel besteht jede Ader aus einem massiven Draht. Das ist für
die RJ-Stecker natürlich nicht so günstig, allerdings hat das Kabel, da ein
massiver Leiter, einen geringeren Innenwiderstand, ist also für längere
Leitungen besser geeignet. Es wird mittles LSA Schneid-/Klemmtechnik auf
Dosen oder Patchpanel aufgelegt. Hierbei befinden sich zwei Schneidkontakte
in Form eines noch oben stehenden "U" in der Dose. Das Kabel wird einfach mit
einem Werkzeug dazwischen gepresst und eingeklemmt. Dabei schneiden ein Flanken
des "U" in die Isolierung der Ader und kontaktieren so den Draht. Der massive
Draht sorgt hier für guten Halt. Patchkabel mit seiner Litze würde in diesen
Kontakten viel schlechter kontaktieren.
Gernot Zander formulierte die Regel sehr schön:
"Ist das Verlegekabel? Da macht man keine Stecker dran, das ist bäh."
|
|
LSA-Plus Technik
|
Ein paar Bilder sagen mehr als tausend Worte. Auf den beiden Bildern
erkennt man, wie LSA Schneid-/Klemmtexchnik funktioniert, wie eine
angeschlossene Cat.3-Dose aussieht und wie die Adern mit dem LSA-Plus
Werkzeug aufgelegt werden. Das Werkzeug für Profis mit Metallspitze und
automatischen Endabschneider kostet zwischen 30 EUR und 40 EUR.
 Für den gelegentlichen Heimbedarf gibt es auch eine Low-Cost Variante
aus Kunststoff und ohne Abschneider für unter 5 EUR, die erfahrungsgemäss
ca. 50 bis 100 Auflegevorgänge aushält.
Achtung: Die Verdrillung darf beim Auflegen der Kabel nicht
weiter als die entsprechende Norm vorschreibt, geöffnet werden:
- Category 5: 1/2" = 1.3 cm
- Category 4: 1" = 2.5 cm
- Category 3: 3" = 7.6 cm
|
|
EIA-Belegung RJ45
|
| RJ45-Buchse nach EIA 568A |
RJ45-Buchse nach EIA 568B |
 |
 |
Der einzige Unterschied besteht in den vertauschten Farben der Päärchen 2 und 3.
Die Belegung der einzelnen Pins der RJ45-Buchse steht in den entsprechenden Abschnitten
Technical Reference Topics
gibt es bei CablingDirectory.com Da gibt's alles. USB, Ethernet, FireWire, EIA 568A und 568B,
viel serielles ... sehr lesenswert
|
|
Ethernet über Telefonkabel
|
Sollte man nicht machen. 10 MBit-Ethernet erfordert zumindest die Kabelqualität
der Category 3. Telefon nicht. Man kann es versuchen, kann sich aber auch viel Ärger
und schwer zu findende Probleme damit einhandeln. Nicht empfehlenswert. Und 100MBit/s
geht damit schon gar nicht.
|
|
ISDN und Ethernet in einem Kabel
|
Wird oft nachgefragt, denn bei 10/100MBit braucht man nur zwei Adernpaare
wie auch für ISDN. Was liegt also näher, es in ein 4-paariges Cat.5 zu packen.
1000 Base-T, also Gigabit-Ethernet braucht alle 4 Adernpäärchen. Zudem ist man
bei solcher Doppelnutzung beschränkt. Über ein 4-paariges Kabel kann man Ethernet,
aber auch ISDN, Tokenring, CDDI, oder serielle ohne Ansehen fahren, da alle Pins
1-zu-1 verkabelt sind.
Signalstörungen können im Ethernet durch das ISDN oder a/b entstehen, da deren
Signalhub deutlich höher ist, etwa 5V gegenüber 40V bis knapp 100 V !
|
|
Was bedeutet AWG
|
AWG steht für American Wire Gauge und beschreibt den Aderndurchmesser eines Kabels.
| AWG |
mm |
mm2
|
| 16 |
|
1.5 |
| 18 |
|
1.0 |
| 20 |
|
0.60 |
| 22 |
0.62 |
0.38 |
| 23 |
0.57 |
0.34 |
| 24 |
0.51 |
0.23 |
| 28 |
|
0.08 |
Leider sind die Umrechnungen nicht eindeudtig. So findet man
z.B. für AWG20 mal 0.60mm2, mal 0.56mm2.
Bei anderen Stärken giltähnliches.
|
|
Um die Normen
|
Rutenbeck hat eine Menge interessanter Infos in ihrer Fachzeitschrift
"Auf Draht", z.B.
Sehr lesenswert.
|
|
Netzwerk zwischen zwei Gebäuden
|
Folgendes dazu von Gisbert Gross (Stromer@Stromer84.de):
Zum Thema Potentialausgleich:
Metallische Leitungen und Gehäuse sowie der PE-Leiter der
Elektroinstallation werden in Gebäuden miteinander und mit einem Erder
(Fundamenterder, Kreuzerder) verbunden. Auf die Leiterquerschnitte möchte
ich jetzt hier nicht weiter eingehen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, so
ist ein korrekter Potentialausgleich im Gebäude installiert.
Hat man nun zwei Gebäude mit korrektem Potentialausgleich so ist nicht
automatisch gegeben, daß beide Erder eine gleich gute Verbindung zum
Netzerder des EVU aufweisen. Die Güte dieser Verbindung ist vor allem
Abhängig von der Bodenbeschaffenheit und der Entfernung zum Netzerder. Nur
sehr geringe Unterschiede erzeugen schon unterschiedliche Erdpotentiale und
bei Verbindungen zwischen PE und N-Leiter sowie durch elektromagnetische
Übertragung kann dann zwischen den Erder eine Spannung entstehen.
Nun zum Netzwerk:
Fast alle aktiven und passiven Netzwerkkomponenten haben berührbahre
Metallteile und einen Niederspannungsanschluß und müssen schon deshalb
geerdet werden. Ist in zwei Gebäuden jeweils ein Netzwerk vorhanden, so sind
auch die Komponenten an die jeweilige Gebäudeerdung angeschlossen. Sollte
Zwischen den beiden Erdern ein Potentialunterschied bestehen und eine
Spannung anstehen so würde bei der Verbindung der Erder über den Kabelschirm
des Cat.5 Kabels ein Ausgleichsstrom fließen. Stromdurchflossene Leiter
bauen um sich ein Magnetfeld auf, daß dann auch auf andere, räumlich nicht
getrennte Leiter einwirkt und auch in diesen einem Stromfluß bewirken kann.
Bei einem EDV-Netzwerk kommt es dann im besten Falle nur zu
Übertragungsstörungen aber es kann auch die Zerstörung von
Netzwerkkomponenten zur Folge haben. Deshalb sollte eine
gebäudeübergreifende Netzwerkverbindung immer durch eine elektrisch nicht
leitende Verbindung erfolgen (Funk, Glasfaser) und ist nach EN 50173
(Euro-Norm zu Netzwerkverkabelung) auch vorgeschrieben.
Der Kabelschirm von Twisted-Pair Kabeln verhindert eigenlich eine solche
elektromagnetische Übertragung auf die Leiter, aber nur bei ordentlichem
Erdanschluß ist eine Ableitung von Störfeldern auch möglich ( zweiter Grund
zur Erdung von Netzwerkkomponenten) ist auch in EN 50173 unter EMV
(elektromagnetische Verträglichkeit) aufgeführt.
Die auf 100m begrenzte Länge von Kupferkabeln (von Hub zu Hub oder PC zu PC
oder PC zu Hub inkl.Patchkabel) im Netzwerkbereich ist meistens der nächste
Grund weshalb man räumlich getrennte Gebäude mit Glasfaserkabel verbindet
(max. Länge 2000m).
Gisbert, danke hierfür.
Das Fazit: Glasfaser oder was Drahtloses ist hier angesagt, wenn man im
Schadensfall keinen Ärger mit seiner Versicherung haben möchte.
|
|
Signallaufzeiten im Kabel
|
Aus der FAQ zu comp.dcom.lans.ethernet:
| Medium |
Ausbreitungsgeschwindigkeit |
| Thick Coax (10Base5) |
0.77c (231,000 km/sec) |
| Thin Coax (10Base2) |
0.65c (195,000 km/sec) |
| Twisted Pair (10BaseT) |
0.59c (177,000 km/sec) |
| Fiber |
0.66c (198,000 km/sec) |
| AUI Cable |
0.65c (195,000 km/sec) |
Aus diesen Daten lässt sich die "Grösse" eines Bits berechnen. Als Beispiel
10BaseT 177.000 km/sec durch 10MBits/s ergibt 17.7m für die "Länge" eines Bits.
Aus den Angaben über die maximale Paketlänge ergibt sich somit die maxmale
Länge des entsprechenden Kabels.
|
|
Links zum Thema
|
|
zum Inhalt
Steuern und Regeln
|
Computer remote schalten
|
Von Leunig gibt es den
ePowerSwitch, eine Steckdosenleiste mit eingebautem Web-Server.
CL Systems hat mit der Reihe UniControl
Geräte zum Schalten von Netzverbrauchern über die RS232.
|
|
Netzwerk-I/O
|
|
|
Netzwerk serielle Schnittstellen
|
|
|
Links zum Thema
|
Tja, hier hab' ich noch nix...
|
zum Inhalt
Aufbau eines SOHO-Netzwerks
|
2 PCs verbinden
|
Philipp Waelchli (bischof@bgb.ch)
hat als erste FAQ in dchn "
2
PCs verbinden
" zusammen gestellt. Er hat dabei serielle, parallele, Ethernet-, USB-,
FireWire- und IrDA-Verbindungen berücksichtigt.
|
|
Topologie
|
.
|
|
Mehrere Rechner an T/Q-DSL
|
Ausführliche Tips und Anleitungen hierzu gibt es bei ADSL-Support.de
|
|
DSL-Router
|
Bei der DSLRouter-Hilfe.de gibt es eine Menge Tips zur
Konfig von
DSL-Routern, unter anderem zu
- Netgear RT311 / RT314 / RP114
- SMC Barricade7004BR / 7008BR
- ZyXel Prestige 310 / 314
|
|
Mehrere Rechner an ISDN
|
ISDN-Router, Fli4L
|
|
Links zum Thema
|
.
|
zum Inhalt
Der Serverraum
|
Versorgung mit Energie
|
Der Serverraum benötigt eine eigene Absicherung, damit ein Nachbarraum den
Serverraum (auch mit USV) nicht stromlos macht. Auch sollten alle drei Phasen
liegen und nicht nur, wie in normalen Büroräumen üblich, eine Phase pro Raum.
Die Beleuchtung und Wandsteckdosen für z.B. Staubsauger sollen getrennt von
den Servern abgesichert sein. Ebenso die Klimaanlage.
Man sollte vorher den zu erwartenden Energiebedarf abschätzen, damit die
Elektriker ausreichend dimensionieren können
|
|
Klimatisierung
|
Der zu erwartende Energiebedarf ist auch wichtig für die Klimatisierung,
da nahezu die gesamte elektrische Energie den Raum in Form von Abwärme
verlässt. Die KW-Zahl reicht dem Klimabauer dann schon. Der Klimabauer wird
auch eine Ortsbegehung machen wollen und wird sich über die zu erwartende
Sonneneinstrahlung sowie Möglichkeiten zur Montage und der Verrohrung machen.
|
|
Ständerboden
|
Wenn möglich, sollte man den Boden des Serverraumes aufständern. Die Kabel
verschwinden dann unter den Zwischenplatten, die man jederzeit hochheben kann.
Das ist sehr praktisch, schont die Verkablung und hält Ordnung.
Ständerbodensysteme gibt es z.B. von Paroll. Dort gibt es auch Unterlagen für
Ausschreibungen.
|
|
19"-Schränke
|
Netzwerkausrüstung und Server gehören in 19"-Schränke.
Dort ist alles ordentlich, sicher und abschliessbar unter zu bringen.
Anbieter sind z.B. Rittal
oder Schroff oder
Knürr.
Das 19"-Raster ist standardisiert und vertikal in Höheneinheiten (HE) a 4.55cm
unterteilt. Die Schränke gibt es in den unterschiedlichsten Höhen bis zu
43HE. Dann sollte man aber überpfüfen, ob er durch Türen und Aufzüge passt.
Wer mobil sein will (z.B. ein Umzug in Aussicht), sollte sich mit 39 HE
begnügen und Rollen unter die Schränke montieren. Es lohnt sich.
Es gibt verschiedene Frontplatten, in Alu, lackiert, mit Ausbrüchen für
D-Sub9, D-Sub25, BNC und viele andere. Alle Möglichkeiten hier auch nur an
zu reissen, würde diese FAQ sprengen. Nicht umsonst sind die entsprechenden
Kataloge der Hersteller ein paar cm dick.
Noch was zur Aufstellung: Die Schränke sollte von vorne und von hinten
erreichbar sein. 60cm Weg hinten reicht schon.
|
|
Netzwerkschrank
|
Der Netzwerkschrank 19" sollte 800mm breit sein. Für das reine 19"-Profil
reichen auch 600mm, doch gerade für die vielen Leitungen im Schrank ist es
gut, da sie auch von vorne zu patchen sein sollen, diese neben den
eigentlichen Panels vertikal zu führen. Auch sollte man nicht alle HE mit
24-Port RJ45-Panels füllen, sondern ca. alle 3 HE/Panels 1HE frei lassen.
Sonst kommt man nicht mehr an die Stecker, wenn es voll wird.
Wenn es knapp wird, lieber einen zweiten, direkt verbundenen Schrank (also
ohne Seitenwäde zum anderen Schrank) daneben. Z.B. in den einen die Panels,
in den anderen die Switches. Der Vorteil von entfernten Zwischenwänden
wenn man Kabel von Links nach Rechts legen muss liegt darin, dass man nicht
extra nach unten, um die Kante und wieder nach oben mit den Kabeln muss.
Und die Netzwerkschränke sollten, auch wenn man es nicht glauben mag,
800mm tief sein, nicht nur 600mm.
|
|
Serverschrank
|
Server im 19"-Gehäuse (z.B. 1HE oder 2HE) sind heute für nur geringen
Aufpreis zu erhalten und es lohnt sich bei der Wartung. Mit Gleitschienen
versehen, kann man sie aus dem Rack nach vorne rausziehen, ohne den
gesamten Schrank zerlegen zu müssen. Beim Serverschrank 19" reichen 600mm
Breite, er sollte jedoch mindestens 800mm tief sein.
|
|
Erdung der Schränke
|
Aus de.sci.ing.elektrotechnik und de.comp.hardware.netzwerke:
Der Schutzleiter für den Schrank sollte direkt von der
Potential-ausgleichschiene kommen. Dazu sollte der Querschnitt 4mm^2
min. betragen. Ab einer bestimmten Länge ist diese auf 6 bzw. 10mm^2 zu
erhöhen. Diese Länge kann ich leider nicht auswendig sagen. Fakt aber
ist, das nach der VDE0701 der Widerstand der Leitung 0,3 Ohm nicht
überschreiten darf. Gemessen wird dies an einem beliebigen Punkt des
Metallgehäuses mit einem definierten Strom und einer Hochspannung.
In der VDE 0701 Teil 1 steht nur das der niederohmige Durchgang des
Schutzleiters durch Messung nachzuweisen ist. In den Erläuterungen ist
als Orientierungsgröße 1 Ohm (Je nach Gerätegruppe auch kleinere Werte
0,3 und 0,5 Ohm) angegeben.
Dazu reicht ein Gleichstrom vo 0,2 A.
Die "Hochspannung" braucht man für die Isolationsmessung. Dazu sagen die
Erläuterungen der VDE 0701 Teil 1: Das Meßgerät ist so auszulegen, daß
die Ausgangsspannung bei einem Belastungswiderstand von 0,5 MOhm
mindestens 500 Volt Gleichspannung beträgt.
Nach VDE 0701 Teil 260 (Handgeführte Elektrowerkzeuge) muß der
Widerstand des Schutzleiters von Elektrowerkzeugen der Schutzklasse I
mit einer Wechselstromquelle mit einer Spannung von höchstens 12 Volt
bei offenem Stromkreis und mit einem Strom von mindestens 10 A gemessen
werden. Der Widerstand darf in keinem Fall größer als 0,3 Ohm sein. Die
0,3 Ohm gelten für eine feste Anschlußleitung bis 5 m länge. Ist die
feste Anschlußleitung länger, erhöht sich der Wert um 0,12 Ohm für jede
weitere 5 m Anschlußleitung.
Da ein Serverschrank nicht tragbar im Sinne der VDE 0701 ist, braucht der
Erdungswiderstand nicht nach VDE 0701 mit 10A geprüft werden. Das besagt
aber nicht, das es eine Andere Norm gibt die dieses verlangt.
Außerdem ist die VDE 0701 nur für die Instandsetzung, Änderung und
Prüfung elektrischer Geräte zuständig. Für die Installation einer
Neuanlage gilt wieder eine andere VDE.
Alle Patchfelder sollten an einem zentralen Punkt im EDV-Schrank
zusammengeführt werden. Von diesem Punkt aus ist eine direkte Verbindung
zur Haupt- oder Etagenpotentialausgleichsschiene erforderlich. Eine
Verbindung zur Kaltwasserleitung oder Heizungsvorlauf oder -rücklauf ist
zwar erlaubt, jedoch darf es dann keine gepresste oder Kunststoffleitung
sein. Ein Potenzialausgleich über eine Geräteanschlußleitung ist nicht
zulässig. Das dient nur der Sicherheitsklasse des Gerätes.
DIN EN 50310 (VDE 0800 Teil2-310) Erdung und
Äquipotentialausgleich. Anwendung von Massnahmen für
Potentialausgleich und Erdung in Gebäuden mit Einrichtungen der
Informationstechnik.
|
|
Verkabelung des Netzwerkes
|
Wenn man für die Netzwerkverkabelung einen 19"-Schrank braucht, dann sollte
man die Verkabelung auch von einem Profi verlegen lassen. Und hinterher
durchmessen lassen. Einfach mal mit 100MBit-Ethernet probiert reicht nicht,
um zu überprüfen, ob die verkabelung wirklich zuverlässig ist. Das Thema
Quetschungen wurde schon im Abschnitt Verkabelung
beschrieben.
|
|
Feuerlöscher
|
Schmorbrand den man in EDV-Anlagen hat, kann man gut mit CO2
beherrschen. Dieser beschädigt nicht, wie z.B. Schaum oder Pulver, benachbarte
Systeme.
CO2 löscht durch Verdrängung des Sauerstoffs. Der
Sauerstoffanteil in der Umgebungsluft beträgt ca. 21 Vol.%. Das Feuer
erlischt, wenn durch Fluten mit CO2 dieser
Wert auf weniger als 13,8 Vol.% gesenkt wird.
Allerdings ist die Anwendung von Kohlendioxid mit gewissen Risiken verbunden
z. B. Erstickungsgefahr bei Bränden in geschlossenen Räumen. CO2
ist in löschfähiger Konzentration für den Menschen lebensgefährdend und
erfordert geeignete Schutzmaßnahmen, damit alle Personen den zu flutenden
Raum rechtzeitig verlassen.
Sofern es primär um die Sicherung des 19" Schrankes geht, sollte
man auch 19"-Löschsysteme in Betracht ziehen. Die haben den Vorteil, das
"nur" der Schrank geflutet wird und der Raum weiter benutzbar bleibt.
19" Löschsysteme gibt es z.B. von Gloria
Für alles Andere, wo z.B. andere Einrichtung dran beteiligt ist
(Möbel oder Papier usw), oder der Brand nicht mehr beherrschbar ist, ist
zusätzlich ein Schaumlöscher notwendig. Im Gegensatz zu einem Pulverlöscher
nimmt einem der Schaumlöscher kaum die Sicht, und der Schaum ist nur da,
wo man ihn hingeblasen hat. Zudem ist Löschpuler Sondermüll.
|
|
Sicherheit
|
Empfehlenswert als Online-Leküre ist das
IT-Grundschutzhandbuch
des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), speziell
Kapitel 4, Infrastruktur. Dort wird das Thema Sicherheit vollständig
abgehandelt. Auch die anderen Kapitel sind sehr lesenswert.
|
|
Links zum Thema
|
|
zum Inhalt
Windows
|
Windows will nicht ... / wie geht unter Windows ...
|
Fragen dieser Art gehören eigentlich überhaupt nicht nach
dchn oder in diese FAQ. Wenn ein ping klappt, dann bist
Du hier zumeist falsch. Aber da viele Fragen hierzu kommen
(teilweise gehen die Frager davon aus, dass man ihr
Betriebsystem errät :-( nach dem Motto "ist doch klar,
dass Windows") hier zumindest ein paar Links zum Thema:
Software-Router und Proxies unter Windows gibt es wie Sand am Meer, z.B.
VirtualGateland oder
WinRoute oder
WinGate | |