Der Internetzugang für Server und Client
Im Netzwerk kann es sehr sinnvoll sein, mehreren Rechnern Zugriff auf eine gemeinsame Internetverbindung zu verschaffen. In diesem Kapitel wird Ihnen gezeigt, wie Sie das bewerkstelligen können.
Gliederung:
Einleitung
Grundsätzliche
Konfiguration des Iternetservers
Internetserver mit ISDN-Zugang
Internetserver mit Modemzugang
Test der Verbindung
Die Konfiguration eines Windows 95-Clients
Die Konfiguration eines Windows NT-Clients
Die Konfiguration eines Windows 3.11-Clients
Die Konfiguration eines OS/2-Clients
Die Konfiguration eines Linux-Clients
Einleitung
Damit sich Rechner im Internet "verständigen" können, müssen sie nicht nur irgendwie miteinander per Kabel, Telefonleitung, ISDN oder ähnlichem verbunden sein, sie müssen auch die selbe "Sprache" sprechen und sie müssen sich gegenseitig identifizieren können. Als "Sprache" hat sich das sogenannte TCP/IP-Protokoll durchgesetzt. Dieses ist bei allen Unix-Rechnern das Standardprotokoll, bei den meisten anderen Betriebssystemen (Windows NT, Windows 95, OS/2) wird es zumindestens mitgeliefert oder kann kostenlos aus dem Netz geholt werden (Windows 3.11). Für die Identifikation der PCs werden eindeutige Nummern vergeben
(Es folgt eine sehr vereinfachte Darstellung des Prinzips). Diese werden
als Netzadressen meistens in der Art Land.Region.Straße.Hausnummer
dargestellt, wobei diese Bestandteile als Nummern abgebildet werden. So
wird z. B. der Hauptrechner der FH in Geisenheim unter der Nummer 194.94.6.114
angesprochen Die Nummern gehen dabei von 0 bis 255, wobei die Nummern 0
und 255 in der Regel nur für besondere Zwecke im Netz genutzt werden.
Weil man sich solche Nummern schlecht merken kann, gibt es Übersetzungstabellen
für diese Nummern. Diese Klartextadressen sind genau andersherum aufgebaut,
der FH-Rechner heißt hier sun1.mnd.fh-wiesbaden.de; also Rechnername
(sun1), Abteilung (mnd), Institution/Firma (fh-wiesbaden) und Land (de).
Warum diese Ausführungen? Weil damit deutlich werden soll, daß
die Wahl der Netzadressen für Rechner nicht beliebig ist, wenn sie
mit dem Internet verbunden werden sollen. Es darf eben nur einen Rechner
geben, der sich unter einer spezifischen Nummer meldet. Normalerweise werden
die Internetnummern oder bestimmte Nummernbereiche von einem offiziellen
Gremium vergeben. Das ist nicht nur aufwendig, sondern kostet auch noch
Geld und ist deshalb für Privatleute in der Regel uninteressant.
In unserem konkreten Fall sollen die Rechner in meinem Hausnetz ja auch
nicht permanent im Netz präsent sein, sondern sie sollen nur bei Bedarf
mit einem speziellen Einwahlrechner an der FH verbunden werden. Damit sich
die Rechner untereinander verständigen können, auch wenn sie
nicht mit dem Netz verbunden sind, sind für solche Fälle bestimmte
Nummernbereiche als "privat" reserviert worden (z.B. 192.168.0.0 bis 192.168.255.255).
Ich verwende im folgenden das Netz mit den Nummern 192.168.1.nnn (Hinweis
für potentielle Hacker: Die in diesem Text genannten Nummern sind
natürlich nicht die realen Nummern und Rechnernamen!!!) und kann maximal
255 Rechner in diesem Netz verwalten. Die Nummer 192.168.1.0 wird für
interne Netzzwecke verwendet und darf daher nicht an einen Rechner vergeben
werden. Welche Nummern die einzelnen Rechner bekommen, ist völlig
beliebig. Irgendwie hat sich die Konvention herausgebildet, daß ein
Rechner, der zur Verbindung mit dem Internet dient (ein gateway) die Nummer
1 erhält. Bleiben wir also auch hier dabei. Aber wir müssen etwas
genauer werden, denn eigentlich erhält nicht der Rechner die Internetadresse,
sondern das Netzinterface, also hier genaugenommen die Netzwerkkarte im
Internetserver und die ISDN-Karte. Um die Rechner (sorry: Interfaces) auch
mit Namen ansprechen zu können, haben alle entsprechend blumige Namen
bekommen. Die nachstehende Grafik zeigt die Details der Nummern und der
Namen. Aber wie geht es jetzt in das Internet? Selbst wenn wir das Netz
in dieser Form an direkt ans Netz anschließen würden, wären
sie unter diesen Nummern nicht erreichbar. Wir müssen also zuallererst
an eine gültige Internetadresse (sprich IP-Nummer) kommen. Für
diesen Zweck gibt es einen Mechanismus, der sich IP-Zuweisung nennt. Im
Netz der Fachhochschule in Geisenheim sind einige gültige IP-Nummern
(194.94.6.118 bis 194.94.6.123) für diesen Zweck reserviert. Wählt
man sich per Modem oder ISDN in das Netz der FH in Geisenheim ein, so verhandeln
der Einwahlrechner der FH und der einwählende Rechner miteinander
eine dieser Nummern. Nach der IP-Zuweisung ist dieser (bzw. genau genommen
die ISDN-Karte) für die Dauer der Verbindung unter dieser Nummer mit
dem Netz verbunden. Wollte mensch nur diesen einen Rechner in das Netz
bringen, wäre die Sache hiermit weitgehend erledigt. Bei der Zuweisung
der IP-Nummern gibt es zwei Verfahren, die statische und die dynamische
Vergabe von IP-Nummern. Bei der dynamischen wird erst bei der Einwahl festgelegt,
welche Nummern vergeben werden, bei der statischen steht dies bereits vorher
fest. Die meisten Internetprovider verwenden wohl heute die dynamische
Vergabe der Nummern.
Noch etwas komplizierter wird das ganze bei der Einwahl auf meinen privaten
Einwahlrechner im Büro der FH. Die Rechner in der entsprechenden Abteilung
verfügen ebenfalls nicht über "offizielle" Netznummern, sondern
liegen in einem Netz vom Typ 192.168.2.0. In diesem Netz gibt es wieder
einen Rechner, der dann seinerseits die Verbindung ins Internet realisiert.
Linux bietet (In alten Kernels noch als experimentell gekennzeichnet,
in aktuellen Kernels [zumindestens wohl bei S.u.S.E.] als Modul ladbar)
einen sehr stabilen Mechanismus, mit dem auch die anderen Rechner in das
Netz kommen, ohne daß sie eine eigene gültige IP-Nummer haben.
Dieser nennt sich "Masquerading" und funktioniert im Prinzip so, daß
der Gateway-Rechner die Anfragen der anderen Rechner abfängt, deren
"unzulässige" IP-Nummer durch die "zulässige" und mit dem FH-Einwahlrechner
ausgehandelte seiner eigenen ISDN-Karte (oder Modemverbindung) ersetzt
und die Antworten entsprechend zurückgibt. Für ein kleines Netz
mit einer kleinen Zahl von Rechnern eine sehr clevere und effiziente Lösung.
Für größere Netze sind andere Lösungen (Proxies etc.)
wohl vorzuziehen.
Die
grundsätzliche Konfiguration des Internetservers
Wichtiger Hinweis: In diesem Abschnitt werden Konfigurationsdetails beschrieben,
die für den Internetzugang per ISDN und
per Modem gelten. Nachdem Sie diese Einstellungen nachvollzogen haben,
müssen Sie den Anweisungen im Kapitel für den ISDN-Zugang oder
für den Zugang per Modem folgen!
Ich setze einmal voraus, daß das Linuxgrundsystem installiert
ist und die Netzwerkkarte richtig erkannt wird. Um das beschriebene Netz
nachzubilden, müssen folgende Pakete installiert sein. Bei der S.u.S.E.-Distribution
wählen Sie die Pakete im Setup-Tool YaST unter dem Punkt "Konfiguration
ändern/erstellen" aus. Sie müssen aus dem Paket
Netzwerk-Support
die Bestandteile:
- i4l (ISDN für Linux),
- falls Sie eine aktive ISDN-Karte haben, auch i4lfirm,
- Firewall und Masquerading-Skripten
- netkita und netkitb
- ppp
- suseppp (für den Zugang per Modem)
-
und bei Version 5.0 der S.u.S.E.-Distribution müssen Sie aus dem Paket
Programmentwicklung
die Bestandteile:
- gcc (C-Compiler),
- libc (C-Bibliotheken) sowie
- lx-suse (Kernelquellen mit zusätzlichen Treibern)
installieren. Bei Version 6.0 ist Masquerading anscheinend standardgemäß
in den Kernel integriert bzw. ist als Modul durch einen simplen Eintrag
in der Datei /etc/rc.config zu aktivieren.
In der Version 5.0 müssen Sie dann einen neuen Kernel herstellen.
Das klingt komplizierter als es ist. Folgen Sie den Anleitungen im Handbuch
oder lesen Sie das entsprechende How-To. Um Masquerading in den Kernel
einzubinden, müssen Sie bei der Abfrage nach der Kernelkonfiguration
folgende Optionen aktivieren:
Code maturity level options
[*] Prompt for development and/or incomplete code/drivers
Networking options
[*] Network firewalls
[*] TCP/IP networking
[*] IP: forwarding/gatewaying
[*] IP: firewalling
[*] IP: masquerading (EXPERIMENTAL)
[*] IP: accounting
[*] IP: Drop source routed frames
Obwohl die Möglichkeit besteht, die ISDN-Unterstützung fest in
den Kernel einzubauen, belassen Sie es am besten dabei, diese als Modul
nur bei Bedarf zu laden. Die Konfiguration ist dann einfacher und der Kernel
wird nicht unnötig groß.
In der Datei host.conf im Verzeichnis /etc
wird festgelegt, wie unbekannte Rechnernamen in Adressen übersetzt
werden sollen. Es gibt normalerweise zwei Möglichkeiten dafür.
Das eine ist ein spezieller Rechner (sog. Nameserver), der über eine
große Tabelle mit Rechnernamen und deren Adressen verfügt, das
andere die lokale Datei hosts im Verzeichnis /etc. Üblicherweise gehen
solche Anfragen standardgemäß an Nameserver. Da unser System
für jede Namensauflösung aber eine (kostenpflichtige) Verbindung
zur FH aufbauen müßte, wird hier festgelegt, daß zuerst
in der Datei hosts nachgesehen werden soll.
order hosts bind
multi on
Meine Datei hosts im Verzeichnis /etc
sieht so aus:
127.0.0.1 localhost
192.168.1.1 azalea.meinnetz.com
azalea
192.168.1.2 calluna.meinnetz.com
calluna
192.168.1.3 begonia.meinnetz.com
begonia
192.168.1.4 acer.meinnetz.com
acer
192.168.1.5 tilia.meinnetz.com
tilia
192.168.1.6 quercus.meinnetz.com
quercus
192.168.2.39 buero.mnd.fh-wiesbaden.de
buero
192.168.2.40 buero_modem.mnd.fh-wiesbaden.de
buero_modem
192.168.2.41 heim_modem.mnd.fh-wiesbaden.de
heim_modem
194.94.6.122 isdn-gw.meinnetz.com
isdn-gw
194.94.6.114 sun1.mnd.fh-wiesbaden.de
sun1
194.94.6.126 ASCEND.mnd.fh-wiesbaden.de
ASCEND
194.94.6.113 CISCO.mnd.fh-wiesbaden.de
CISCO
194.175.36.254 gate1.informatik.fh-wiesbaden.de informatik
Sie können hier noch einige wichtige von Ihnen häufig besuchte
Rechner eintragen.
Und noch der Hinweis auf die Datei resolv.conf
im Verzeichnis etc/. In ihr sind noch einmal
Hinweise darauf enthalten wie und über welche Rechner als "nameserver"
dienen. Sie müßte eigentlich bei der Standardinstallation generiert
werden.
search meinnetz.com fh-wiesbaden.de mnd.fh-wiesbaden.de
nameserver 193.175.36.254
nameserver 193.175.39.4
nameserver 194.94.6.114
In den Handbüchern und den HOW-TOs wird darauf hingewiesen, daß
Sie ein Script mit dem Namen "ip-up" bzw. einen Link darauf mit dem Namen
"ip-down" im Verzeichnis /etc/ppp benötigen. Bei normaler Konfiguration
setzt dieses Skript nach erfolgter Einwahl das routing neu auf die bei
der Einwahl ausgehandelte IP-Adresse für die ISDN-Karte bzw. für
das Modem. Ich glaube, daß das bei der speziellen Geisenheimer Konfiguration
für den ISDN-Zugang nicht, sondern nur für die Modem-Einwahl
nötig ist. Aber es schadet mit Sicherheit nicht, wenn das Skript auch
bei ISDN-Zugang vorhanden ist. Zudem können Sie in diesem Skript noch
einige Dinge automatisch starten, wenn eine Internetverbindung zu Stande
kommt. Im Beispielskript wird das für einen Zeitserver demonstriert.
Das Skript können Sie sich ansehen, indem Sie hier
klicken.
Internetserver mit ISDN-Zugang
Sie können die grundsätzliche Netzkonfiguration ebenfalls
mit dem Setup-Tool YaST durchführen, allerdings ist der Zugang zur
Fachhochschule mit der so erstellten Standardkonfiguration noch nicht möglich.
Trotzdem ist es wohl der einfachste Weg, erst einmal YaST laufen zu lassen
und dann die notwendigen Änderungen nachträglich durchzuführen.
Also folgen Sie der Beschreibung zur Einrichtung einer ISDN-Verbindung
im Handbuch erst einmal. Ich beschreibe im folgenden die notwendigen Einstellungen
in den maßgeblichen Konfigurationsdateien.
Eine wichtige Datei ist die Datei route.conf
im Verzeichnis /etc. In dieser wird festgelegt,
an welche Rechner Netzwerkanfragen weitergereicht werden sollen, wenn der
Zielrechner bzw. die Zieladresse nicht bekannt sind. Der "default"-Eintrag
besagt im konkreten Fall, daß alle unbekannten Zieladressen an den
Einwahlrechner weitergereicht werden sollen. Dieser ist (gemäß
der Zeile darüber) über das Interface ippp0, also über die
ISDN-Karte erreichbar. Was der dann mit den Anfragen macht, steht wiederum
in dessen eigener Datei route.conf etc.. Alle Anfragen an das lokale Netz
(192.168.1.0) werden an die Netzwerkkarte geschickt.
# loopback zum eigenen Rechner
127.0.0.0
0.0.0.0
255.255.255.0 lo
# Das lokale Netz ist ueber die Netzkarte erreichbar
192.168.1.0 0.0.0.0
255.255.255.0 eth0
# der Einwahlrechner ist ueber die ISDN-Karte erreichbar
194.94.6.126 0.0.0.0
255.255.255.255 ippp0
# Alle Pakete, die nicht ans lokale Netz gehen, gehen an den Einwahlrechner
der FH
default 194.94.6.126
Die wichtigste Datei unter S.u.S.E.-Linux ist die Datei rc.config
im Verzeichnis /etc.
Dort sind folgende Einträge notwendig. Ich führe nicht die
gesamte Datei, sondern nur die für dieses Kapitel relevanten Einträge
auf und kommentiere sie jeweils kurz (Kommentare in Kursivschrift und beginnend
mit einem #). Sie müssen also die passenden Zeilen in Ihrer Datei
suchen und ggf. anpassen.
# Es gibt im Rechner 2 Netzinterfaces, die Netzkarte
(_0) und die ISDN-Karte (_1)
NETCONFIG="_0 _1"
# Die IP-Adressen für die Netzinterfaces. 192.168.1.1
für die Netzkarte und 194.94.6.122
# für die ISDN-Karte. Dies ist die erste Abweichung
von der Standardkonfiguration.
# Der Zugang zur FH in Geisenheim funktioniert nur,
wenn hier eine Adresse aus dem
# Pool der dynamischen IP-Adressen vorgegeben ist!
IPADDR_0="192.168.1.1"
IPADDR_1="194.94.6.122"
# interne Namen der Netzwerkkarte(eth0) und der ISDN-Karte
(ippp0)
NETDEV_0="eth0"
NETDEV_1="ippp0"
# Es folgen Startparameter für die Netzinterfaces.
Bei der ISDN-Karte wird damit eine
# Wahlverbindung (pointtopoint) zum Einwahlrechner
der FH (IP-Adresse 194.94.6.126)
# definiert. Wichtig: Die Netzwerkmaske 255.255.255.240
für den Einwahlrechner ist
# nicht Standard, in den meisten Fällen müßte
es eher 255 sein!.
IFCONFIG_0="192.168.1.1 broadcast
192.168.0.15 netmask 255.255.255.0 up"
IFCONFIG_1="194.94.6.122 pointopoint
194.94.6.126 netmask 255.255.255.240 up"
# Kompletter Name des Rechners (siehe Grafik und Text
oben)
FQHOSTNAME="azalea.meinnetz.com"
# Hier folgt eine Liste mit den Namen von Netzen,
die durchsucht werden sollen,
# wenn ein unbekannter Rechner abgesprochen wird.
Hier konkret im eigenen Netz,
# dann im Netz der Fachhochschule in Wiesbaden und
dann in Geisenheim.
SEARCHLIST="meinnetz.com fh-wiesbaden.de
mnd.fh-wiesbaden.de"
# Liste der Rechner, die als Namensserver dienen,
d.h. die "wissen", wo und über welche
# Rechner wer zu erreichen ist.
# Es sind konkret zwei Rechner in Wiesbaden und ein
Rechner in Geisenheim
NAMESERVER="193.175.36.254 193.175.39.4
194.94.6.114"
# Das Modul ISDN für Linux starten. Achtung,
geht hier nur, wenn i4l nicht fest
# im Kernel eingebaut ist!!
I4L_START="yes"
# Konfigurationsdetails für meine ISDN-Karte.
Bei mir eine Teles 16.3
# Für Ihre Karte müssen sie ggf. im Handbuch
nachsehen. Ich lasse meine
# Angaben einmal stehen
I4L_TELES_ID="HiSax"
I4L_PROTOCOL="2"
I4L_TELES_TYPE="3"
I4L_TELES_IRQ="15"
I4L_TELES_PORT="0xd80"
I4L_IPROFD="yes"
# Nach wieviel Sekunden soll ISDN für Linux auflegen,
wenn die ISDN-Verbindung
# nicht benutzt wird. Es sollte ein Kompromiß
zwischen den Kosten für unnötige
# Verbindungen und unerwünschten Wartezeiten
für die Verbindungsherstellung
# sein.
I4L_IDLETIME_1="60"
#Wie oft soll gewählt werden, wenn besetzt ist?
I4L_DIALMAX_1="5"
# Telefonnummer des Einwahlrechners der FH
I4L_REMOTE_OUT1_1="5027370"
# Ihre eigene Telefonnummer
I4L_LOCALMSN_1="1234567"
# Details zur ISDN-Verbindung; hier synchrones PPP
I4L_ENCAP_1="syncppp"
# Sicherheitseinstellung: Es dürfen nur Telefonnummern
anrufen, die eingetragen sind.
I4L_SECURE_1="on"
# Masquerading starten.
MSQ_START="yes"
# Für welches Device soll Masquerading durchgeführt
werden?
MSQ_DEV="ippp0"
# Für welche Netzwerke soll Masquerading durchgeführt
werden.
# Hier lokales Netz 192.168.1.0 mit der Netzmaske
255.255.255.0
MSQ_NETWORKS="192.168.1.0/255.255.255.0"
# Welche Internetfunktionen sollen per Masquerading
möglich sein?
MSQ_MODULES="ip_masq_ftp ip_masq_irc
ip_masq_raudio"
Eine ganz besonders wichtige Konfigurationsdatei ist die Datei options.ippp0
im Verzeichnis /etc/ppp. Sie enthält Konfigurationsdetails
für die ISDN-Verbindung. Auch hier müssen gegenüber der
Standardkonfiguration Veränderungen vorgenommen werden, damit die
Verbindung zur FH in Geisenheim funktioniert! Meine Datei sieht so aus:
# Welche ISDN-Karte, welches device?
/dev/ippp0
# Die IP-Adressen der Karte und des Einwahlrechners
# hier steht im Handbuch und in den How-Tos, daß
"0.0.0.0:"
# ausreichen würde. Stimmt für Geisenheim
nicht!
194.94.6.122:194.94.6.126
# Benutzername
user IhrUserName
# Der Name des Rechners (wird für den Geisenheimer
# Zugang benötigt)
name IhrUserName
# Akzeptiere dynamische IP-Zuweisung
ipcp-accept-local
ipcp-accept-remote
noipdefault
# IP-Adresse vom Interface holen
useifip
# Einige ISDN-Details
-vj
-vjccomp
-ac
-pc
-bsdcomp
noccp
mru 1524
mtu 1500
Beim Verbindungsaufbau mit dem Einwahlrechner der FH wird automatisch
überprüft, ob Sie dort als Benutzer eingetragen sind. Es gibt
verschiedene Methoden dieser "Authentizierung", in Geisenheim wird ein
Verfahren verwendet, daß CHAP heißt. Damit das funktioniert,
muß im Verzeichnis /etc/ppp eine Datei
existieren, die chap-secrets heißt. Die
Datei könnte so aussehen:
IhrUserName ASCEND
IhrPasswort
ASCEND
IhrUserName IhrPasswort
Dabei müssen Ihr UserName in chap-secrets und in options.ippp0
natürlich identisch sein. Wichtig ist eventuell noch, daß Sie
für den Zugang über den Einwahlrechner einen separaten Usernamen
und ein separates Passwort benötigen. Diese sind nicht identisch mit
dem allgemeinen Usereintrag im FH-Netz!
Internetzugang mit Modemzugang
Sie können die grundsätzliche Netzkonfiguration ebenfalls
mit dem Setup-Tool YaST durchführen, allerdings ist der Zugang zur
Fachhochschule mit der so erstellten Standardkonfiguration noch nicht möglich.
Trotzdem ist es wohl der einfachste Weg, erst einmal YaST laufen zu lassen
und dann die notwendigen Änderungen nachträglich durchzuführen.
Also folgen Sie der Beschreibung zur Einrichtung einer ppp-Modem-Verbindung
im Handbuch erst einmal (In den YaST-Menüs Administration des Systems
-> Netzwerk konfigurieren -> Netzwerk Grundkonfiguration als Netz-Device
Modem-PPP auswählen). Wählen Sie als Provider den Eintrag "generic",
aktivieren sie die automatische einwahl und wählen Sie als Methode
der Authentifizierung CHAP. Ich beschreibe im folgenden die notwendigen
Einstellungen in den maßgeblichen Konfigurationsdateien.
Eine wichtige Datei ist die Datei route.conf
im Verzeichnis /etc. In dieser wird festgelegt,
an welche Rechner Netzwerkanfragen weitergereicht werden sollen, wenn der
Zielrechner bzw. die Zieladresse nicht bekannt sind. Anders als bei der
Einwahl mit ISDN wird das Modem nicht wie eine Netzwerkkarte behandelt.
Deshalb ist das Routing bei der Einwahl mit dem Modem etwas schwerer nachzuvollziehen
als bei der ISDN-Einwahl. Da bei der beschriebenen Konfiguration die automatische
Einwahl ins Netz aktiviert wird, wird beim Systemstart ein Hintergrundprogramm
gestartet, das Programm diald. Dieses richtet beim Start gewissermaßen
eine virtuelle Netzwerkkarte (das device sl0) ein. Wenn Ihr Rechner einmal
läuft, können sie das überprüfen, indem Sie den Befehl
"ifconfig -n" eintippen. Beim Start des diald-Programms sorgt dies bei
unserem System dafür, daß diese "Netzwerkkarte" zum default-Eintrag
wird. Der "default"-Eintrag besagt im konkreten Fall, daß alle unbekannten
Zieladressen an das Programm weitergereicht werden sollen. Diald lauert
im Hintergrund darauf, angesprochen zu werden und startet dann den Wählvorgang.
Deshalb enthält die Datei route.conf keinen default-Eintrag! Es sind
nur das lokale Netz und das Modem definiert.
# loopback zum eigenen Rechner
127.0.0.0
0.0.0.0
255.255.255.0 lo
# Das lokale Netz ist ueber die Netzkarte erreichbar
192.168.1.0 0.0.0.0
255.255.255.0 eth0
# Das Modem des Einwahlrechners ist über das Modem des Internetservers
# erreichbar und wird als device ppp0 angesprochen
192.168.2.40 0.0.0.0
255.255.255.255 ppp0
# keine default-route
Die wichtigste Datei unter S.u.S.E.-Linux ist die Datei rc.config
im Verzeichnis /etc.
Dort sind folgende Einträge notwendig. Ich führe nicht die
gesamte Datei, sondern nur die für dieses Kapitel relevanten Einträge
auf und kommentiere sie jeweils kurz (Kommentare in Kursivschrift und beginnend
mit einem #). Sie müssen also die passenden Zeilen in Ihrer Datei
suchen und ggf. anpassen.
# Es gibt im Rechner 2 Netzinterfaces, die Netzkarte
(_0) und das Modem (_1)
NETCONFIG="_0 _1"
# Die IP-Adressen für die Netzinterfaces.
192.168.1.1 für die Netzkarte und 192.168.2.41
# für das Modem.
IPADDR_0="192.168.1.1"
IPADDR_1="192.168.2.41"
# interne Namen der Netzwerkkarte(eth0) und des
Modems (ppp0)
NETDEV_0="eth0"
NETDEV_1="ippp0"
# Es folgen Startparameter für die Netzinterfaces.
Beim Modem wird damit eine
# Wahlverbindung (pointtopoint) zum Einwahlrechner
(IP-Adresse 192.168.2.40)
# definiert. Wichtig:
IFCONFIG_0="192.168.1.1 broadcast 192.168.0.15 netmask
255.255.255.0 up"
IFCONFIG_1="194.94.6.122 pointopoint 194.94.6.126
netmask 255.255.255.240 up"
IFCONFIG_2=" broadcast 0.0.0.255 netmask 255.255.255.0
up"
# Kompletter Name des Rechners (siehe Grafik und
Text oben)
FQHOSTNAME="azalea.meinnetz.com"
# Manche Programme (z.B. PPP und SLIP) brauchen ein
sog. dummy network device
SETUPDUMMYDEV="yes"
#
# Hier folgt eine Liste mit den Namen von Netzen,
die durchsucht werden sollen,
# wenn ein unbekannter Rechner abgesprochen wird.
Hier konkret im eigenen Netz,
# dann im Netz der Fachhochschule in Wiesbaden
und dann in Geisenheim.
SEARCHLIST="meinnetz.com fh-wiesbaden.de mnd.fh-wiesbaden.de"
# Liste der Rechner, die als Namensserver dienen,
d.h. die "wissen", wo und über welche
# Rechner wer zu erreichen ist.
# Es sind konkret zwei Rechner in Wiesbaden und
ein Rechner in Geisenheim
NAMESERVER="193.175.36.254 193.175.39.4 194.94.6.114"
# Masquerading starten.
MSQ_START="yes"
# Für welches Device soll Masquerading durchgeführt
werden?
MSQ_DEV="ppp0"
# Für welche Netzwerke soll Masquerading
durchgeführt werden.
# Hier lokales Netz 192.168.1.0 mit der Netzmaske
255.255.255.0
MSQ_NETWORKS="192.168.1.0/255.255.255.0"
# Welche Internetfunktionen sollen per Masquerading
möglich sein?
MSQ_MODULES="ip_masq_ftp ip_masq_irc ip_masq_raudio"
#
# SuSE-PPP settings
# Die Einträge in dem folgenden Abschnitt werden
nur benötigt, wenn Sie
# die Modem-Verbindung automatisch per suseppp erstellen
lassen.
# In der Regel dürften hier die Werte stehen,
die Sie bei der ersten
# Einrichtung des ppp-Modems in YaST eingegeben haben.
# Nur wenn Sie vorhaben, YaST für die Konfiguration
weiter zu verwenden
# sollten Sie hier noch einmal nachsehen, ob die
Einträge noch stimmen.
Für die Konfiguration des Modems gibt es einige wichtige Dateien.
Wenn Sie wie vorgeschlagen "generic" als Namen für den Provider ausgewählt
haben, dann sind das:
/etc/suseppp/generic.chat
/etc/suseppp/generic.options
/etc/suseppp/diald/generic.diald
/etc/suseppp/scripts/ppp-up
/etc/suseppp/scripts/ppp-down (dies ist in Wirklichkeit ein
Link auf die Datei ppp-up)
/etc/ppp/options (Kann leer sein, muß aber als Datei
vorhanden sein!)
/etc/ppp/chap-secrets
/etc/ppp/ip-up und
/etc/ppp/ip-down (dies ist in Wirklichkeit ein Link auf die
Datei ip-up)
Die letzten beiden sind bereits bei den allgemeinen Einstellungen beschrieben
worden. ip-up muß (!) bei Modemeinwahl vorhanden sein, um das Routing
bei zustande gekommener Verbindung auf das Modem des Einwahlrechners zu
legen.
Die restlichen Dateien werden nachfolgend erläutert.
/etc/suseppp/generic.chat
Diese Datei enthält die Anweisungen zum Wählvorgang des Modems.
Es darf keine Leerzeilen und keine Kommentare enthalten. Im wesentlichen
sind es sog. AT-Steuerkommandos.
TIMEOUT 180
ABORT "NO CARRIER"
ABORT BUSY
ABORT "NO DIALTONE"
ABORT ERROR
"" +++ATZ
OK ATDT1234567
CONNECT ""
ogin: username
word: *******
Es wird festgelegt, daß erfolglose Verbindungsaufnahmen nach drei
Minuten abgebrochen werden. Dann kommen Anweisungen, wann abgebrochen wird.
Dann wird das Modem zurückgestzt +++ATZ und auf die OK-Meldung gewartet.
Danach die Nummer des Einwahlrechners gewählt (Sie müssen hier
statt 1234567 natürlich Ihre Nummer einsetzen. Wenn vom Modem die
CONNECT-Meldung erfolgt, wird auf die Login-aufforderung gewartet und der
username (natürlich wieder Ihrer) und dann das Passwort gesendet.
/etc/suseppp/generic.options
Diese Datei enthält die Optionen für das Programm pppd. Details
zu den einzelnen Optionen erhalten Sie, wenn Sie am Prompt "man pppd" eingeben.
Die Beispielskonfiguration enthält einige knappe Kommentare, die hoffentlich
ausreichen.
# /etc/ppp/options
# im wesentlichen aus den deutschen PPP-HowTos übernommen
#
# debugging einstellen - nach dem Test ausschalten!
debug
# benutze die modem control lines
modem
# lock auf das device
lock
# benutze hardware flow control
crtscts
# alle Zeichen der Verbindung koennen genutzt werden
asyncmap 0
# Groesse der Uebertragungspakete fuer die Uebertragung
mtu 1500
# Groesse der Uebertragungspakete fuer Empfangen
mru 1500
# Verbindung nach 3 Minuten ohne Aktivitaet beenden
idle 180
# IP-Nummern statisch vergeben
192.168.2.41:192.168.2.40
/etc/suseppp/diald/generic.diald
Das sind die Optionen für das Programm, das im Hintergrund wartet,
ob auf das "Gerät" sl0 zugegriffen wird. Wenn ja, wird der Wählvorgang
gestartet. Da die default-route auf sl0 zeigt, sorgt das für die automatische
Herstellung einer Internetverbindung, wenn eine IP-Adresse außerhalb
des lokalen Netzes angesprochen wird.
device /dev/ttyS0
-m ppp
speed 115200
two-way
local 192.168.1.41
remote 192.168.1.40
reroute
disconnect-timeout 180
redial-timeout 5
dial-fail-limit 5
defaultroute
fifo /var/run/diald.ctl
/etc/suseppp/scripts/ppp-up (bzw. als Link ppp-down)
Dies ist die eigentliche Kommandodatei, die von diald gestartet wird. In
ihr wird das PPP-Programm (pppd) mit dem entsprechenden Wählskript
und der entsprechenden Options-Datei gestartet. Wenn Ihr Modem nicht an
der ersten seriellen Schnittstelle (COM1 unter DOS) hängt, sondern
an der zweiten hängt (COM2) muß in der letzten Zeile /dev/ttyS1
stehen.
#!/bin/sh
#
# /etc/suseppp/ppp-up
#
# initiate a ppp connection
#
if test -z "$1" || test -n "$2" -a "$2" != "debug" ; then
echo "Usage: ppp-up [provider] [debug]"
exit 1
fi
test -n "$2" && DEBUG="-v"
/usr/sbin/pppd connect "/usr/sbin/chat $DEBUG -f /etc/suseppp/$1.chat"
file /etc/suseppp/$1.options
/dev/ttyS0
/etc/ppp/options
Diese Datei hat in unserer Konfiguration keine Funktion, sie kann beliebige
Inhalte haben oder leer sein. Aber das PPP-Programm (pppd) überprüft
wohl beim Start, ob diese Datei vorhanden ist und verweigert den Dienst,
falls nicht.
/etc/ppp/chap-secrets
Beim Verbindungsaufbau mit dem Einwahlrechner der FH wird automatisch überprüft,
ob Sie dort als Benutzer eingetragen sind. Es gibt verschiedene Methoden
dieser "Authentizierung", in Geisenheim wird ein Verfahren verwendet, daß
CHAP heißt. Damit das funktioniert, muß im Verzeichnis /etc/ppp
eine Datei existieren, die chap-secrets heißt.
Die Datei könnte so aussehen:
IhrUserName Einwahlrechner
IhrPasswort
Einwahlrechner IhrUserName
IhrPasswort
Test der Verbindung
Wenn diese Einstellungen bei Ihnen vorgenommen sind, starten Sie den Linuxrechner
bitte neu. Testen Sie, ob alles funktioniert. Der erste Test sollte vielleicht
ein "traceroute" an den Einwahlrechner sein. Also "traceroute
-n 194.94.6.114" eintippen. Am besten verfolgen Sie das Geschehen
parallel auf einer zweiten Konsole, indem Sie dort "tail
-f /var/log/messages" eingeben. Auf der ersten Konsole müßte
bei Erfolg der ISDN-Verbindung der Weg zur sun1.mnd.fh-wiesbaden.de über
die ASCEND.mnd.fh-wiesbaden.de angezeigt werden. Bei der Modemverbindung
der Weg über die Modems. Auf der zweiten Konsole sehen Sie immer die
letzten Zeilen der Protokolldatei messages. Es müßte der Einwahlvorgang
zu verfolgen sein. Wenn das funktioniert, testen Sie, ob Sie sich vom Linuxrechner
per telnet auf der Sun1 anmelden können (telnet
sun1.mnd.fh-wiesbaden.de). Jetzt wird es Zeit, die Clients zu konfigurieren.
Die
Konfiguration eines Windows 95-Clients
Um jetzt den Internetzugang mit Windows 95 nutzen zu können, müssen
Sie die Netzwerkkonfiguration anpassen. Gehen wir einmal davon aus, daß
die Netzwerkkarte eingebaut ist und von Windows 95 erkannt wird. Wählen
Sie Start --> Einstellungen --> Systemsteuerung --> Netzwerk. Wenn dort
der Eintrag TCP/IP noch nicht in der Liste eingetragen ist, dann wählen
Sie Hinzufügen... --> Protokoll --> Microsoft --> TCP/IP. Wenn das
Protokoll installiert ist, wählen Sie Eigenschaften und tragen Sie
folgende Werte ein:
IP-Adresse
(*) IP-Adresse festlegen
IP-Adresse 192.168.1.3
Subnet Mask 255.255.255.0
WINS-Konfiguration
(*) WINS-Auflösung deaktivieren
Gateway
Tragen Sie unter Neuer Gateway 192.168.1.1
ein und klicken Sie auf Hinzufügen. Danach müßte diese
IP-Adresse in der unteren Liste erscheinen.
DNS-Konfiguration
(*) DNS aktivieren
Host: begonia
Domäne: leer lassen
Suchreihenfolge für DNS-Server:
Tragen Sie hier nacheinander die IP-Adressen 193.175.36.254,
193.175.39.4
und 194.94.6.114 ein und klicken jeweils auf
Hinzufügen. Die drei Adressen müßten dann in der Liste
erscheinen.
Verlassen Sie die Netzwerkkonfiguration mit dem OK-Button und starten
den Rechner neu. Das war's. Sie müßten jetzt Zugriff auf das
Internet haben. Der erste Zugriff kann einen kleinen Moment dauern, da
der Linuxrechner ja erst die Verbindung herstellen muß. Für
manche Programme (z.B. E-Mail) kann es sinnvoll sein, in der jeweiligen
Konfiguration den Wert für das "timeout" hochzusetzen.
Die
Konfiguration eines Windows NT-Clients
Die Konfiguration verläuft zumindestens unter Windows NT, Version
4.0 fast genauso wie unter Windows 95. Wählen sie hier unter dem Punkt
Protokolle folgende Einträge:
IP-Adresse
(*) IP-Adresse angeben
IP-Adresse: 192.168.1.4
Subnet Mask: 255.255.255.0
Standard-Gateway: 192.168.1.1
DNS-Konfiguration
Host-Name: acer
Domäne: leer lassen
Suchreihenfolge des DNS-Dienstes:
Tragen Sie hier nacheinander die IP-Adressen 193.175.36.254,
193.175.39.4
und 194.94.6.114 ein und klicken jeweils auf
Hinzufügen. Die drei Adressen müßten dann in der Liste
erscheinen.
Suchreihenfolge für Domänensuffix:
Tragen Sie hier nacheinander die fh-wiesbaden.de
und mnd.fh-wiesbaden.de ein und klicken jeweils
auf Hinzufügen. Die Adressen müßten dann in der Liste erscheinen.
WINS-Adresse
( ) DNS für Windows-Auflösung aktivieren. Bitte deaktivieren
sie diesen Punkt unbedingt. Denn wenn nicht, versucht der Rechner bei jedem
Zugriff auf einen anderen Rechner (auch wenn dieser im lokalen Netz liegt!!)
die Namensserver abzufragen. Und das heißt, daß eine kostenpflichtige
ISDN-Verbindung aufgebaut wird, denn die Namensserver liegen im Netz der
FH.
Die
Konfiguration eines Windows 3.11-Clients
Auch hier gehe ich davon aus, daß die Netzwerkkarte installiert ist
und von System erkannt wird. Sie benötigen für das Einbinden
eines Windows 3.11 Rechners in unser Netz zusätzlich zum Lieferumfang
des Standardsystems das TCP/IP-Protokoll. Sie erhalten es kostenlos z.B.
über den Server der FH in Rüsselsheim (zum Herunterladen hier
klicken). Entpacken Sie die Datei und kopieren Sie die entpackten Dateien
in ein Verzeichnis oder auf eine Diskette.
Wählen Sie dann in der Gruppe Netzwerk den Punkt Netzwerk-Setup.
Wenn das TCP/IP-Protokoll noch nicht installiert ist, wählen sie den
Button "Treiber" und dann "Protokoll hinzufügen". Nach dem Hinzufügen
markieren Sie das TCP/IP-Protokoll und wählen "Einstellungen". Dann
füllen Sie mindestens folgende Felder aus:
IP-Adress: 192.168.1.2
Subnet Mask: 255.255.255.0
Default Gateway: 192.168.1.1
Wählen Sie den Button "DNS" und tragen dort ein:
Host-Name: calluna
DNS-Search Order: Tragen Sie hier nacheinander die IP-Adressen 193.175.36.254,
193.175.39.4
und 194.94.6.114 ein und klicken jeweils auf
"Add". Die drei Adressen müßten dann in der Liste erscheinen.
Domain Suffix Search Order: Tragen Sie hier nacheinander die fh-wiesbaden.de
und mnd.fh-wiesbaden.de ein und klicken jeweils
auf "Add". Die Adressen müßten dann in der Liste erscheinen.
Die
Konfiguration eines OS/2-Clients
Auch für OS/2 müssen Netzwerkkarte und Netzwerksupport installiert
sein. Die Details für TCP/IP stellen Sie ein, indem Sie im Ordner
System --> Systemkonfiguration --> TCP/IP-Konfiguration auswählen.
Sie müssen dort mindestens folgendes einstellen:
Netzwerk
In der Regel werden Sie nur eine Netzwerkkarte im Rechner haben, also
wählen Sie hier das LAN Interface 0 und stellen dort ein:
(*) Schnittstelle aktivieren
(*) manuell über:
IP-Adresse: 192.168.1.5
Teilnetzwerkmaske: 255.255.255.0
Leitweg
Wählen Sie den Button "Standardnetzwerkleitweg für einen
bestimmten Host erstellen"; und tragen dort 192.168.1.1
ein. In der Liste müßten dann folgende Einträge erscheinen:
DEFAULT 192.168.1.1 1
NET 192.168.1 192.168.1.1 1 255.255.255.0
Hosts
Host-Name dieser Maschine tilia
Name der lokalen Domäne meinnetz.com
Namen-Server-Adressen:
LAN-Domänensuchliste
und auf Seite 2 von Hosts:
können Sie den Eintrag HOSTS-Liste vor Abfragen der Namen-Server
durchsuchen. Mit dem Hinzufügen-Button können Sie hier eine Reihe
bekannter Rechner eintragen.
Die
Konfiguration eines Linux-Clients
Einen Linux-Client richten Sie am besten mit YaST ein und geben bei der
Netzwerkkonfiguration die entsprechenden Werte für
die IP-Adresse, 192.168.1.6
die Subnet-Mask 255.255.255.0
den Hostnamen quercus
den Domainnamen meinnetz.com
die Gatewayadresse 192.168.1.1
die Adressen des Nameserver 193.175.36.254,
193.175.39.4
und 194.94.6.114
ein.
Die Dateien hosts und resolv.conf
kopieren Sie am besten vom Server.
Das müßte es schon gewesen sein.
Ich hoffe, ich habe nichts Wesentliches vergessen.
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